Constantin Striebel ist U21-Meister Australiens

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Erst ozeanischer Champions-League-Sieger, dann U21-Meister von Australien, demnächst das Duell mit Barcelona und Nikola Karabat
Erst ozeanischer Champions-League-Sieger, dann U21-Meister von Australien, demnächst das Duell mit Barcelona und Nikola Karabat (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Der ehemalige Jugendnationalspieler Constantin Striebel vom Handball-Württembergligisten Rot-Weiß Laupheim hat mit der Regionalauswahl „New South Wales“ die australische U21-Meisterschaft gewonnen und wurde zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. Im Finale gegen die Auswahl aus der Region Canberra steuerte Striebel 15 Tore zum 28:26-Sieg bei.

Striebel, der in Australien ein Auslandssemester einlegt, sicherte sich durch den Gewinn der U21-Meisterschaft Australiens bereits die dritte Trophäe im Jahr 2014. Nach dem Gewinn der Landesliga mit dem HRW und dem Sieg in der „Champions League“ Ozeaniens (die SZ berichtetet) folgte nun der Erfolg in der Juniorenwertung. „Der Sieg des Continental-Cups ist sportlich höher zu bewerten, doch war das Umfeld und die Stimmung auch bei der U21-Meisterschaft super“, beschreibt der Student aus Laupheim seine Eindrücke.

Spielort ist Sydney Olympic Park

Gespielt wurde im Sydney Olympic Park, an dem Ort, an dem im Jahr 2000 das olympische Handballturnier ausgetragen worden war. Die drei qualifizierten Teams aus den Regionen Queensland, Canberra und New South Wales traten zunächst in der Vorrunde gegeneinander an, dann ermittelten die beiden erstplatzierten Mannschaften in einem Finale den neuen U21-Meister Australiens.

Die Mannschaft aus New South Wales, in der Striebel der Spielmacher war, ging als Außenseiter ins Turnier und musste zu Beginn eine 21:29-Niederlage gegen das Team aus Canberra, der Hauptstadt Australiens, einstecken. Im zweiten Spiel war Striebels Mannschaft bereits mit einem Beim ausgeschieden. Mitte der zweiten Halbzeit lag man mit sieben Toren zurück, doch großer Kampfgeist und elf Tore des HRW-Rückraumspielers allein in der zweiten Halbzeit (insgesamt 18 Tore) sorgten für den überraschenden 32:29-Erfolg gegen Queensland.

Im Finale standen sich New South Wales und Canberra gegenüber, die das Gruppenspiel gegen die Regionalauswahl Queensland mit 20:13 gewonnen hatte. Für das Team aus New South Wales sollte sich die Geschichte aus der abschließenden Vorrundenpartie wiederholen. Zur Halbzeit mit fünf Toren im Rückstand, sorgte ein aufdrehender Striebel mit insgesamt 15 Toren im Spiel für die Wende und den 28:26-Erfolg. Von den teilnehmenden Mannschaften wurde das Eigengewächs des HRW als Torschützenkönig (44 Treffer) dann auch zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich, die ich auch Diego Llorente zu verdanken habe, der mir immer wieder wertvolle Tipps gab“, berichtet Striebel über sein Verhältnis zu seinem Trainer, der in jüngeren Jahren für den spanischen Topklub Ademar León auf Torejagd ging.

Spiel gegen Barcelona

Der nächste Höhepunkt für Constantin Striebel ist bereits abzusehen: Durch den Gewinn des ozeanischen Kontinentalcups qualifizierte sich der Handballverein Sydney Uni HC für den Super Globe, den Weltpokal im Vereinshandball, vom 7. bis 12. September in Doha. Die Mannschaft um Striebel erwischte eine attraktive Gruppe: Neben dem Starensemble des FC Barcelona spielt der Sydney Uni HC gegen das Team aus Tunis, das fast identisch ist mit tunesischen Nationalmannschaft, und den Gastgeber aus Al-Sadd, der sich jährlich mit europäischen Nationalspielern verstärkt.

„Das Duell gegen Barcelona ist der sportliche und emotionale Höhepunkt des Turniers für mich“, freut sich Striebel bereits auf das Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Welthandballer Nikola Karabatic und Kiril Lazarov. „Doch unser Fokus liegt vor allem auf den Spielen gegen das Team aus Tunis und dem Gastgeber Al-Sadd. Durch unsere Außenseiterrolle können wir befreit aufspielen und hoffen, dass wir für eine Überraschung sorgen“.

Durch seinen Einsatz in Katar wird der ehemalige U18-Nationalspieler aber beim folgenden Vereinswechsel zurück zum HRW gesperrt und die ersten Spiele in der Württembergliga von der Tribüne aus verfolgen. „Bei den Punktspielen kann ich der Mannschaft wohl erst wieder ab November helfen. Doch werde ich bereits Ende August wieder nach Laupheim zurückkehren und gemeinsam mit der Mannschaft trainieren“, freut sich Striebel auch schon auf das Wiedersehen mit seinen Laupheimer Teamkollegen.

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