Bund fördert Sporthallenbau in Bihlafingen mit 1,035 Millionen Euro

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 Millionenzuschuss für Laupheim: Der Bund fördert den geplanten Sporthallenbau im Teilort Bihlafingen.
Millionenzuschuss für Laupheim: Der Bund fördert den geplanten Sporthallenbau im Teilort Bihlafingen. (Foto: Michael Mader)
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Neuerlicher Geldsegen für Laupheim: Der Bund fördert den Bau der Sporthalle in Bih-lafingen mit 1,035 Millionen Euro. Das hat der Biberacher Abgeordnete Martin Gerster (SPD), zuständiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags, der „Schwäbischen Zeitung“ am Mittwoch bestätigt.

„Das ist eine großartige Nachricht für Laupheim und Bihlafingen“, sagte Gerster. Der Bund trage damit fast 40 Prozent des Hallenbaus, der mit 2,8 Millionen Euro veranschlagt ist.

Für den Zuschuss hatte sich neben Gerster auch der CDU-Abgeordnete Josef Rief starkgemacht. Auch er freut sich, dass es mit dem Förderantrag für Bihlafingen geklappt hat. „Der alte Sportraum kann keine Dauerlösung sein“, betonte Rief in einer Pressemitteilung. Laupheims kleinster Teilort bekomme jetzt eine neue Sportstätte, die auch für Feste und Veranstaltungen geeignet sei.

Begehrter Fördertopf

Der Zuschuss fließt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, das beim Innenministerium angesiedelt ist. 200 Millionen Euro hatte die Große Koalition für die aktuelle Neu-auflage zunächst bereitgestellt. 1238 prüffähige Projektvorschläge reichten Städte und Gemeinden quer durch die Republik ein. Der Haushaltsausschuss hat daraufhin die Fördersumme auf 300 Millionen heraufgesetzt, doch auch so ist das Programm mit einem Antragsvolumen von 2,5 Milliarden Euro stark überzeichnet. „Etwa 150 Projekte können mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden“, berichtete Martin Gerster. Am Mittwochnachmittag hat die Liste den Haushaltsausschuss in Berlin passiert.

Er sei froh, dass Bihlafingen aufgenommen wurde, sagt Gerster. Denn man müsse schon auch sehen, dass Laupheim damit zum zweiten Mal in kurzer Zeit Geld aus diesem Förderprogramm erhalte – „dieses Glück haben sonst meist nur große Städte“. 2016 hatte der Bund 1,26 Millionen Euro Zuschuss für die Sanierung des Hallenbads bewilligt.

Auf der Zielgeraden

„Wir sehen das als wunderbaren Erfolg, unsere Erwartungen wurden übertroffen“, kommentierte Oberbürgermeister Gerold Rechle die Nachricht aus Berlin. Die Förderung sei eine willkommene Hilfe, die Sporthalle zu realisieren. Mit der Genehmigungsplanung sei man auf der Zielgeraden, in Bälde werde das Baugesuch eingereicht.

„Wie ein Sechser im Lotto“

Freude auch bei Ortsvorsteherin Rita Stetter. Dass der Bund den Hallenbau in Bihlafingen mit einer Million Euro unterstützt, sei – gerade angesichts der Flut von Förderanträgen – „wie ein Sechser im Lotto“. Vielleicht eröffne der Zuschuss ja Möglichkeiten, noch einmal über ein Stuhllager oder die Art der Lüftung nachzudenken, hofft Stetter. Als sich abzeichnete, dass die ursprünglich für die Halle veranschlagten 2,5 Millionen Euro nicht ausreichen würden, setzte der Gemeinderat voriges Jahr bei der lichten Höhe und den Nebenräumen den Rotstift an.

In Bihlafingen gibt es bisher lediglich einen an die Grundschule angegliederten, mehr als 50 Jahre alten Gymnastikraum, kaum größer als ein Klassenzimmer; er wird auch für Vereinssport genutzt. Für viele Sportarten bietet er zu wenig Platz. Duschen und Lehrerumkleide sind mit Geräten vollgestellt, weil Lagerräume fehlen; die Toiletten liegen außen und sind nur über den Pausenhof zugänglich. Der energetische Zustand ist desaströs. Schimmel und ein penetranter Modergeruch wurden und werden beklagt. Einige Kinder konnten deshalb nicht mehr am Sportunterricht teilnehmen. Auch Erwachsene meiden die Lokalität und suchen sich anderweitig Trainingsmöglichkeiten.

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