Bestreikte Geldtransporter: Banken sehen keinen Anlass zur Sorge

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 In Laupheim und umliegenden Gemeinden trotz Streik kein Problem: das Geldabheben am Automaten.
In Laupheim und umliegenden Gemeinden trotz Streik kein Problem: das Geldabheben am Automaten. (Foto: Christoph Dierking)
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12 000 Mitarbeiter der Geld- und Wertbranche sind am Mittwochmorgen in den Streik getreten. „Wenn wieder kein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch liegt, werden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet“, erklärt Arno Peukes, Verhandlungsführer bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), in einer Pressemitteilung. Durch den Streik werde der Bargeldverkehr in Deutschland erheblich gestört. Doch die Banken in Laupheim bleiben gelassen.

„Das Unternehmen, das uns mit frischem Bargeld beliefert, ist von den Streiks nicht betroffen“, teilt eine Sprecherin der Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal auf Anfrage mit. Die Versorgung der Geldautomaten in Laupheim und den umliegenden Gemeinden sei sichergestellt. Dies werde sich auch in den kommenden Tagen nicht ändern, die Kunden müssten sich keine Sorgen machen.

Auch die Kunden der Kreissparkasse Biberach können aufatmen: „Unser beauftragtes Werttransportunternehmen ist nicht betroffen“, sagt Harald Jeggle, Regionaldirektor bei der Sparkasse in Laupheim. „Die Automaten in Laupheim und den umliegenden Gemeinden funktionieren ohne Einschränkungen und werden rege genutzt. Aktuell hat der Streik keine Auswirkungen.“ Außerdem bestünden im Extremfall bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten.

Hohe Arbeitsbelastung

Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat. Dies sei möglich, weil die Gewinne der Unternehmen in der Geld- und Wertbranche in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, erklärt ver.di. Zudem seien Geldzähler und Geldtransportfahrer einer hohen körperlichen und psychischen Belastung ausgesetzt. Deshalb sei die geforderte Gehaltserhöhung gerechtfertigt.

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