Berufsinfoabend in Laupheimer Realschule verdeutlicht großes Angebot

Frederic Schenkel

Der Markt an Ausbildungsstellen für Jugendliche ist groß. Um Schülerinnen und Schülern das Angebot vorzustellen und verschiedene Wege darzulegen, wie es nach dem Real- oder Hauptschulabschluss weitergehen kann, hat die Friedrich-Adler-Realschule (FARS) am Mittwochabend einen Berufsinformationsabend veranstaltet. Eingeladen waren sowohl Schüler der achten und neunten als auch der zehnten Klasse zusammen mit ihren Eltern. Deutlich wurde: Für künftige Schulabsolventen besteht eine Vielzahl an Möglichkeiten in der Wirtschaft.

Grundlegend konnten sich die rund 160 Schüler und Eltern über Ausbildungs- und Studiumsplätze und anschließende Karrieremöglichkeiten sowie über weiterführende Schulen informieren. Vom Laupheimer Unternehmerkreis (LUK) waren Vertreter von Diehl, Robert Aebi, Schwall, Halder, Uhlmann, Schmid und von der Volksbank Laupheim anwesend, um für die Duale Ausbildung zu werben, die schulische und betriebliche Inhalte verbindet. Auch die Laupheimer Berufsschule Kilian-von-Steiner war vertreten.

Bewerbungssituation ist sehr gut

„Es gibt eine Tendenz zum höheren Bildungsabschluss“, erklärte Irene Langer, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit. „Die Zahl der Auszubildenden nimmt ab. 2019 waren es in etwa gleich viele Studenten wie Auszubildende.“ Die Folge: Es gibt einen Überschuss an Ausbildungsstellen. „Die Bewerbungssituation ist daher sehr gut“, so Langer.

Das bestätigte auch Markus Meneghini, Ausbildungsleiter der Volksbank Laupheim und Vertreter des LUK. Studiengänge seien häufig überlaufen, während zahlreiche Praktikantenplätze bei Betrieben zur Verfügung stünden. „Die Ausbildung ist keine Sackgasse, sondern weiterbildend“, erklärte er.

Soziale Kompetenz sehr wichtig

In der anschließenden Fragerunde an die einzelnen Vertreter der Unternehmen wurde nochmals deutlich: Die Jugend ist in der Wirtschaft gefragt. „Es ist auch nicht mehr so, dass man nur mit Abitur sehr gut verdient“, betonte Petra Locher vom Bauunternehmen Matthäus Schmid.

Martin Halder, Vertreter des Maschinenbauunternehmens Erwin Halder, unterstrich die soziale Kompetenz, auf die Unternehmen stark achten würden: „Wenn man zum Beispiel im Lebenslauf stehen hat, dass man im Fußballverein ist, ist das sehr vorteilhaft. Wir brauchen ein Team in den Betrieben.“

Für jeden Schüler das Richtige finden

Sehr zufrieden mit dem Abend zeigten sich die beiden Abteilungsleiter für Berufsorientierung der FARS Simone Röger und Boris Hucker. „Wir wollten auch die Eltern informieren, weil sie eine wichtige Rolle bei der Berufsorientierung einnehmen“, erklärte Röger. Den Kontakt zum LUK gelte es zu nutzen.

Dennoch ist beiden auch wichtig, dass jeder Schüler etwas Passendes findet. „Manche Schüler lernen auch einfach sehr gerne, da wäre es dann schade, wenn sie nicht weiter auf die Schule gehen würden“, sagte Hucker. Für Interessierte in Technik- und Naturwissenschaft stelle hierfür die Kilian-von-Steiner-Schule in Laupheim eine Option dar, worauf in den Vorträgen hingewiesen wurde.

Abend kommt gut an bei Jugendlichen

Einige Gespräche mit Schülern der neunten und zehnten Klasse zeigten allerdings: Die Welt der Unternehmen hat es den Jugendlichen angetan. „Der Abend hat mir definitiv geholfen. Ich möchte in die technische Richtung gehen und vielleicht Mechatroniker werden“, erklärte Sebastian Held. Meyra Yavuz freute sich, dass die Ausbildungssituation so gut aussehe. Sie wolle Industriekauffrau werden.

Leni Weckerle hat ähnliche Pläne und zeigte sich ebenfalls angetan von der Vorstellung der Firmen. „Ich habe nicht gewusst, wie viele Abteilungen es gibt. Besonders gut hat mir gefallen, dass man mit den Vertretern der Betriebe anschließend noch persönlich reden konnte.“ In ihrer beruflichen Richtung habe sie auch schon mal ein Praktikum absolviert. Auch in den Vorträgen wurde deutlich, dass dies eine gute Möglichkeit darstelle, um einen Beruf kennenzulernen.

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