Beim Neujahrsreiten auf dem Lußhof harmonieren Tier und Mensch prächtig

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Zur Musik von „Schwanensee“ ritt diese Quadrille.
Zur Musik von „Schwanensee“ ritt diese Quadrille. (Foto: Sonja Niederer)
Sonja Niederer

Einen sehr guten Einblick, wie das Zusammenspiel von Ross und Reiter und gegenseitiges Vertrauen aussehen sollen, haben die zahlreichen Zuschauer am Sonntagnachmittag auf dem Lußhof bekommen.

Die Pferdefreunde Lußhof hatten unter dem Motto „Theater“ zum Neujahrsreiten eingeladen. Die rund 50 Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden präsentierten einen bunten und abwechslungsreichen Querschnitt durch ihre Disziplinen. Interessante und fachlich kompetente Informationen rund um die einzelnen Programmpunkte steuerte die Moderatorin Katharina Eberhardt bei.

Zuerst entführte die Jugendquadrille die Zuschauer auf eine Reise ins Lummerland und zu den Abenteuern um Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer. Mit passender Musik wurden einige Hindernissen um- und darunter hindurch geritten.

In spanischer Garderobe kam im Anschluss die Ü 50-Quadrille daher. Bei ihrem Auftritt kam es darauf an, über die ausgelegten Stangen zu reiten, möglichst ohne sie zu berühren. Für jedes Pferd und jeden Reiter sei das Stangentraining gerade im Winter eine willkommene Abwechslung und gute Gymnastik, erklärte Eberhardt. Rösser und Reiter machten eine sehr gute Figur bei ihrer Vorführung.

Auch die jüngsten Reitschüler machten beim Neujahrsreiten ihre Aufwartung. Sie ritten zwar noch nicht selbstständig und wurden am Zügel geführt, zeigten aber schon eine gute Haltung auf ihren Ponys.

Über den imaginären See

Eine ganz andere Art des Balletts präsentierte im Anschluss eine weitere Quadrille. Zu der Musik von „Schwanensee“ und mit schwarzen oder weißen Tüllröcken bekleidet, zeigten die vier Reiterinnen eindrucksvoll, wie gut sie mit ihren Pferden harmonieren und welches Vertrauen die Tiere in sie haben. Der imaginäre See wurde mit Hilfe einer weißen Plastikplane dargestellt, welche von den Reiterinnen mit ihren Pferden furchtlos und ohne zu Zögern in verschiedenen Formationen überritten wurde. Eine tolle Gemeinschaftsleistung von Mensch und Tier.

Die Dressurquadrille machte mit den begeisterten Zuschauern einen Ausflug an den Broadway. Pferde und Reiter ähnelten bei der Dressur einem eingespielten Tanzpaar, welches sich im Gleichklang durch die Halle bewegt, erklärte Katharina Eberhardt. Ziel der Ausbildung sei die bestmögliche Harmonie zwischen Tier und Mensch, von der sich die Gäste am Sonntag bei der gelungenen Darbietung überzeugen konnten.

Viel Ästhetik, Akrobatik und Athletik erfordert der Voltigiersport. Daneben werde aber auch die Teamfähigkeit gefördert, wie Katharina Eberhardt bemerkte. Einige Übungen der Volti-Gruppen, die unter dem Motto „König der Löwen“ oder „Cirque du soleil“ (die etwas älteren Mädchen) auftraten, konnten die Zuschauer bestaunen. Gar nicht so einfach war es, vom Boden aus auf ein galoppierendes Pferd aufzusteigen, und so mancher Reiter hätte damit wohl so seine Schwierigkeiten, ganz zu schweigen davon, dann auch noch verschiedene Turnübungen auf dem schwingenden Pferderücken zu absolvieren. Dafür gab es von den Zuschauern auf den vollbesetzten Rängen viel Applaus.

Für ein fetziges Ende sorgten sechs Reiterinnen, die mit ihren Pferden in vollem Galopp über feste Naturhindernisse wie etwa Baumstämme sprangen.

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