2500 Euro für die Robotik-AG

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Bei der Preisverleihung: (v. l.) Pfarrer Alexander Hermann, Natalya Wenzlawski, OB Gerold Rechle, Ardano Weber, Bennet Flock, Do
Bei der Preisverleihung: (v. l.) Pfarrer Alexander Hermann, Natalya Wenzlawski, OB Gerold Rechle, Ardano Weber, Bennet Flock, Dominik Linker, Lukas Cvitanovic und Schulleiterin Petra Braun. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Das neue Schuljahr hat für das Laupheimer Carl-Laemmle-Gymnasium mit einer erfreulichen Überraschung begonnen: Oberbürgermeister Gerold Rechle und Stadtpfarrer Alexander Hermann überreichten am Montag in der großen Pause den diesjährigen Sonderpreis der Karl-Jegg-Stiftung an die Schüler der Robotik-AG des Gymnasiums.

Bei der IFM Robotics Challenge 2018 in Kressbronn haben am 17. März zwei Teams der Robotik-AG teilgenommen und bei insgesamt 24 angetretenen Teams hervorragende Leistungen erzielt: Im ersten Team errangen die Schüler Bennent Flock und Dominik Linker den zweiten Platz, gefolgt von dem zweiten Team mit Ardano Weber und Lukas Cvitanovic, das den siebten Platz belegte.

Diese herausragende Projekt- und Wettbewerbsleistung war für die Mitglieder des örtlichen Vergabeausschusses der Karl-Jegg-Stiftung ein Paradebeispiel für die Anforderung an den Sonderpreis, teilt nun die Laupheimer Stadtverwaltung mit. Denn das Ziel des Wettbewerbes sei es gewesen, einen aus Lego-Teilen selbst gebauten Roboter so zu programmieren, damit dieser vorgegebene Aufgaben auf einem Spielfeld autonom erledigt. „So mussten in einer Aufgabe auf einer bestimmten Fahrstrecke Plastikbecher transportiert werden, bei einer anderen Aufgabe sollten die Roboter Spülschwämme umsortieren“, erläutert die verantwortliche Lehrerin Natalya Wenzlawski, welche die Robotik-AG erst zu Beginn des letzten Schuljahres gründete und sich daher über den schon frühen Erfolg der AG sehr freut. Auch Oberbürgermeister Rechle betont begeistert: „Die Robotik-AG und ein solcher Wettbewerb sind eine tolle Idee zur Förderung des Nachwuchses im Bereich der Informatik und Digitalisierung, weil die Schülerinnen und Schüler auf eine spielerische Art herangeführt werden“.

Der Sonderpreis der Karl-Jegg-Stiftung ist mit 2500 Euro dotiert und kommt der Robotik-AG zugute. Das Preisgeld kann die AG sehr gut einsetzen, denn auch für das diesjährige Schuljahr sind Wettbewerbe und neue Projekte geplant.

Die Karl-Jegg-Stiftung

Die Karl-Jegg-Stiftung wurde 2006 vom Regierungspräsidium genehmigt. Ihr Ertrag kommt zu vier Fünfteln begabten und bedürftigen Kindern aus Laupheim und Illertissen zugute. Die Stiftung geht auf die Familie Schneider aus Laupheim zurück. Sie betrieb viele Jahre lang einen Lebensmittelgroßhandel und führte in der Kapellenstraße 44 – wo sich heute das Haus „Hermes“ befindet – ein Lebensmittelgeschäft. Namensgeber der Stiftung wurde Karl Jegg, der Vater von Kreszentia Schneider, der von 1917 bis 1921 Bürgermeister und später Ehrenbürger von Illertissen war.

Zweimal jährlich tagt der örtliche Vergabeausschuss der Karl-Jegg-Stiftung, bei dem neben OB Gerold Rechle und Stadtpfarrer Alexander Hermann auch ein Vertreter der IHK Ulm sowie in beratender Funktion der langjährige geschäftsführende Schulleiter Fidelis Braig als Mitglieder über die zu vergebenen Förderungen beraten.

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