215 Menschen haben im vergangenen Jahr Rat und Hilfe gesucht

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 Die VdK-Vorsitzende Gisela Scharnagl (links) zeichnete langjährige Mitglieder des Ortsverbands Laupheim aus: (von links) Adolf
Die VdK-Vorsitzende Gisela Scharnagl (links) zeichnete langjährige Mitglieder des Ortsverbands Laupheim aus: (von links) Adolf Stockart, Susanne Maasch, Franz Jäger, Gisela Schacherl, Michael Libera, Gerlinde Schacherl. (Foto: Kurt Kiechle)
Kurt Kiechle

Als vor mehr als 70 Jahren der VdK ins Leben gerufen wurde, gab es sonst nur kirchliche Einrichtungen als Anlaufstelle für Hilfebedürftige. Bedeutung und Stellenwert des heutigen Sozialverbands in der Gesellschaft sind unbestritten, ständig steigende Mitgliederzahlen – auch beim Ortsverband Laupheim – Beleg dafür. Wie sehr der Verband seine Daseinsberechtigung hat, kam auch am Samstag bei der Mitgliederversammlung in Laupheim zum Ausdruck.

Kein soziales Gesetz werde ohne die Zustimmung des Sozialverbands VdK verabschiedet, betonte die Ortsverbandsvorsitzende Gisela Scharnagl. Als Beispiele nannte sie die Gesundheitsreform 2010, die Rentenreform mit der endlich geltenden Mütterrente für alle Mütter und die Inklusion behinderter Menschen in Schule und Beruf.

Auch der OB ist froh um den VdK

Er sei ausgesprochen froh, dass es den Sozialverband gebe, sagte Oberbürgermeister Gerold Rechle. Der Verband habe sich zum Sprachrohr jener Menschen gemacht, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden. „Sie finden beim VdK stets kompetente Hilfe und Beratung.“ Der OB sicherte dem VdK bei Bedarf auch weiterhin Unterstützung zu. Die Stadt habe im vergangenen Jahr die Verwaltung umstrukturiert und ein eigenes Dezernat für Bildung, Betreuung und Soziales geschaffen. „Und bei Soziales gehören ganz sicher auch die Anliegen Ihrer Mitglieder dazu.“

Gisela Scharnagl nannte Zahlen: „Unser VdK-Büro wurde im vergangen Jahr von 215 Rat und Hilfe suchenden Personen in Anspruch genommen.“ Zum Jahresende zählte der Ortsverband 572 Mitglieder, 59 Zugängen standen 42 Abgänge, etwa durch Wohnortwechsel und Tod, gegenüber.

Die Schriftführerin Maria Wagner trug den Geschäftsbericht 2018 vor. Der Ortsverband habe einmal mehr bei der Gewährung von Reha-Maßnahmen, Medikamenten und Hilfsmitteln geholfen, unterstützend beim Ausfüllen von Rentenanträgen und anderen Formularen mitgewirkt, und sei nicht zuletzt beratend vor Ort gewesen. Ein große Vorteil sei, „dass wir unser VdK-Domizil in der Sana-Klinik jederzeit nutzen können und so auch außerhalb der Öffnungszeiten eine Anlaufstelle erreichbar ist“.

Beliebt sind die vierteljährlich angebotenen Kaffeenachmittage mit Vorträgen und musikalischer Unterhaltung durch Helmut Knittel, der mit seinem Spiel auch die Mitgliederversammlung am Samstag im „Schützen“ erfreute. Das Sommerfest im Gartenheim, ein Tagesausflug und die Beteiligung am Flohmarkt taten der Gemeinschaft gut.

Gelungenes Jubiläumsfest

Höhepunkt war freilich die 70-Jahr-Feier im „Schützen“ mit etlichen Ehrengästen von Stadt und Verband. „Man kann sagen, es war ein rundum gelungenes Fest“, resümierte Maria Wagner. Das schlug sich freilich auch in finanzieller Hinsicht auf der Ausgabenseite nieder. „Doch das ist uns dieses Jubiläum wert gewesen“, versicherte die Kassiererin Gertrud Schmidt. Ihr attestierte Kassenprüferin Gisela Schacherl tadellose Arbeit.

Da heuer keine Wahlen anstanden, konnte die Tagesordnung nach einem Ausblick für 2019 mit der Ehrung langjähriger Mitglieder beendet werden. Für ihre Treue zum VdK-Ortsverband Laupheim zeichnete Gisela Scharnagl Franz Jäger (40 Jahre Zugehörigkeit), Gisela und Gerlinde Schacherl (25 Jahre) und Susanne Maasch, Adolf Stockart und Michael Libera (jeweils zehn Jahre) mit dem Treueabzeichen samt Urkunde und Präsent aus.

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