SZ-Redakteur Reiner Schick bereitet sich ebenfalls auf den Halbmarathon in Bad Waldsee vor.
SZ-Redakteur Reiner Schick bereitet sich ebenfalls auf den Halbmarathon in Bad Waldsee vor. (Foto: Herbert Blersch)

14! Das ist zwar eigentlich die Lieblingszahl meiner Frau, aber zumindest vorübergehend auch meine. Stolze 14 Kilometer habe ich in der SZ-Laufgruppe bei den „Anfängern“ – genannt „Mockis“ nach dem deutschen Langstrecken-Ass Sabine Mockenhaupt – nämlich schon bewältigt. Nicht insgesamt, sondern als bislang maximale Distanz am Stück, liebe Lästerer!! Und das in deutlich unter zwei Stunden!!! Darauf sind alle „Mockis“ stolz, denn das bedeutet: Bloß noch ein Drittel mehr, und wir erreichen beim Halbmarathon am 11. Mai in Bad Waldsee das Ziel – voraussichtlich innerhalb des Zeitlimits von drei Stunden.

Zur Wahrheit gehört, zumindest in meinem Fall, aber auch: Die langen Läufe – auch zwei Zwölfer und ein Dreizehner waren schon darunter – sind nicht vergnügungssteuerpflichtig. Zwar würden Luft und Kraft vermutlich für einen Marathon reichen, aber jeder Orthopäde täte wohl an meinem Verstand zweifeln: Ob Wade, Sprunggelenk, Knie oder Hüfte – stets rebelliert während und nach dem Lauf irgendein Körperteil auf eine Art, dass selbst Che Guevara eine Mimose dagegen wäre. Was irgendwie kein Wunder ist, denn jeder Oldtimer knarzt und ächzt, wenn man ihn mit deutlich Übergepäck auf die Autobahn zwingt. Leider erfordert das Intervall-Fasten, das seit März die Kilos purzeln lassen sollte, wohl doch etwas mehr Geduld. Das Abnehmen auf diese Art jedenfalls fällt mir im wahrsten Sinne schwer. Ob es wohl doch nicht so klug ist, sich dem Heißhunger, der mich in den acht Stunden genehmigter Essenszeit befällt, hemmungslos hinzugeben?

Immerhin: Etwa drei Kilos sind weg, und das Ziel ist nah. Nur noch gut drei Wochen bis zum 11. Mai. Das bedeutet aber leider auch: Nur noch gut drei Wochen Training. Das könnte knapp werden, wenn man bedenkt, dass ich es schon bisher bloß ein- bis zweimal wöchentlich in die Laufschuhe geschafft habe und über Ostern derart viele Verpflichtungen warten, dass kaum Zeit zum Joggen bleibt. Nicht zu vergessen der fünftägige Trip Ende April nach Schottland, der nicht etwa als Trainingslager konzipiert ist, sondern eher als Brennerei-Hopping auf der Insel Islay. Kaum anzunehmen, dass Whisky als leistungsfördernder Energydrink durchgeht...

Aber sei’s drum. Die Laufschuhe kommen ins Gepäck, denn ein morgendlicher Lauf zwischen Schaf und Torf hat ja auch was. Vielleicht ist danach meine Lieblingszahl die 18. Und wenn es nur wegen des köstlichen 18-jährigen Single Malt ist ...

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