Stv. Redaktionsleitung

Der Stromausfall am Montagabend hat in Langenenslingen für eine etwas andere Gemeinderatssitzung gesorgt. Das Licht ging aus, der Beamer stellte seine Arbeit ein, die Sonne schickte ihre letzten rot-goldenen Strahlen durch ein schmales Fenster in den Sitzungssaal. Die Räte ließen sich davon nicht irritieren. Im Sonnenuntergang wurde weiter gearbeitet.

Zum Tagesordnungspunkt 6, bei dem es um den Bebauungsplan „Stucken“ gehen sollte, wurden zwei Herren eines Planungsbüros erwartet. Allerdings hatten diese bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie sich etwas verspäten würden. Alles kein Problem, die Tagesordnung bot weitere Themen, die vorgezogen und einfach mal etwas ausführlicher besprochen wurden.

Nach einer halben Stunde ging das Licht wieder an und „Just in Time“ standen die beiden Herren im Sitzungssaal. Freudig wurden sie vom Gremium begrüßt. Allerdings wären sie schon viel früher da gewesen, wenn sie denn die Eingangstür des Rathauses aufbekommen hätten. Die Tür war zu – die Schließanlage hatte ohne Strom einfach mal abgeschlossen.

Weil auch kein Licht nach draußen drang, überlegten die Planer, ob die Gemeinderäte schon nach Hause gegangen waren? Oder zum Einkehren? Bei einer Nachschau in der nächsten Wirtschaft trafen sie zwar jede Menge Gäste, allerdings keine Gemeinderäte. Zumindest erfuhren sie so vom Stromausfall. Also wieder zurück zum Rathaus und sich bemerkbar machen. Rufen? Steine werfen? Die Herren versuchten es auf die sanfte Art und warfen Schokoladentäfelchen. Allerdings nicht sonderlich gut, die süßen Wurfgeschosse prallten mit leichten Plopp von der Hauswand ab. Als sie bereits aufgeben und unverrichteter Dinge über die Alb wieder zurückfahren wollten, kehrte der Strom zurück, die Tür ging auf und das Baugebiet „Stucken“ rückte seiner Realisierung ein Stückchen näher.

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