Nepomuk-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

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 Mit einem Festgottesdienst in Zelebration feierten die Wilfllinger Katholiken den Einzug in ihr neu renoviertes Gotteshaus.
Mit einem Festgottesdienst in Zelebration feierten die Wilfllinger Katholiken den Einzug in ihr neu renoviertes Gotteshaus. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Die Innensanierung der St. Nepomuk-Kirche feierten die Wilflinger Katholiken am vergangenen Sonntag mit einem Festgottesdienst und stießen auch auf das schmucke, barocke Kleinod an, das nun wieder in vollem Glanz erstrahlt. Pfarrer Klaus Sanke, Diakon Klaus-Jürgen Kaus sowie Pfarrer i.R. Dr. Dietmar Rollny feierten in Konzelebration mit der Christengemeinde den Gottesdienst, an dem fast das ganze Dorf und viele Gäste teilnahmen und so ihre Verbundenheit zu ihrer Kirche demonstrierten.

Erste rituelle Handlung von Pfarrer Klaus Sanke war die Weihe des neu geschaffenen Ambo, wo die Botschaft Gottes verkündet wird. Er soll die Brücke bilden zwischen Gläubigen und dem Altar, wo die Frohbotschaft erlebbar verkündet wird. Die ungewöhnliche Gestaltung des künstlerisch gestalteten Ambo, der aus einem Baumstamm entspringt, dessen Äste nach oben zeigen und die Tischplatte halten, lade auch zur Auseinandersetzung mit Gott ein. Mit Chrisam gezeichnet übergab Pfarrer Sanke den geweihten Ambo an den gewählten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats und Lektor Josef Reck: „Verkünden Sie das Wort Gottes".“

Am Beginn der Innensanierung der Wilflinger Pfarrkirche St. Nepomuk habe es des öfteren in der Bevölkerung Diskussionen gegeben und man stellte sich die Frage: Ist es notwendig Geld für die Kirchensanierung aus zu geben oder lieber an die Not der Menschen zu denken. „Das eine tun, ohne dabei das andere zu lassen“ sei hier angesagt, so Pfarrer Sanke. Und wenn man nun das gelungene Werk bestaune, müsse man mit Fug und Recht sagen, dass es notwendig war zu renovieren. Man habe vieles auf den aktuellen Stand gebracht, vor allem auch im technischen Bereich. Dazu die wieder hell und licht strahlenden Wände, die dem Gotteshaus ein würdevolles Inneres geben und vor allem die neue Beleuchtung sei mehr als notwendig gewesen. Er sprach stellvertretend allen am Bau Beteiligten seinen Dank aus, aber was Josef Reck dabei geleistet habe, könne man nicht genug würdigen. „Es gibt nicht eine Steckdose, die nicht durch seine Hand gegangen ist“,lobte der Pfarrer den engagierten „Antreiber und Motor“ bei dieser Baumaßnahme. Für sein besonderes Engagement heftete er Josef Reck die Martinus-Ehrennadel der Diözese ans Revers.

Man kann Josef Reck guten Gewissens den „Bauleiter vor Ort“ bezeichnen, der rund um die Uhr in der Bauphase für „seine“ St. Nepomuk-Kirche im Einsatz war. Aber ohne ehrenamtliches Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern wäre das alles nicht möglich gewesen. Dazu zähle aber auch die finanzielle Unterstützung durch das Bischöfliche Ordinariat, das rund eine halbe Million Euro beisteuerte. Der Kostenvoranschlag lautete 647 000 Euro, wobei die Kirchengemeinde noch 50 000 Euro an Spenden und in Form von Eigenleistungen aufbringen mußte. „Für 300 Katholiken in Wilflingen eine stolze Leistung, wobei wir bei den Spenden noch zu knabbern haben“, so Josef Reck.

Für Freiherr Franz von Stauffenberg war es ein Herzensanliegen, einem Mann für all seine Tätigkeiten zu danken, die er in all den Jahren in und um die Kirche und vor allem bei den jetzt erfolgten Bauarbeiten geleistet hat. Damit meinte er den Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Josef Reck. Mit Leib und Seele sei dieser beim Umbau des Gotteshauses mit dabei gewesen, wofür er ihm ein persönliches Geschenk überreichte. Er selber konnte sich an vier Kirchensanierungen in Wilflingen erinnern. Stolz war der Freiherr zu Stauffenberg auch über den Heiligen Nepomuk, dem Wilflinger Kirchenpatron. Zum einen käme dieser aus dem Osten, was vielleicht auch zur friedlichen Wende beigetragen habe und zum andern sei der heilige Nepomuk der einzige Kirchenpatron in der Diözese mit diesem Namen.

Bauleiter und Architekt Guido Vogel ging nochmals auf die Umbauphase der Wilflinger Kirche ein, die auch stark beschmutzte Innenwände aufwies und nun im Glanz erstrahle. Vor allem aber sei man bei der Technischen Sanierung wieder auf neuestem Stand. Der genaue Kostenvoranschlag belaufe sich auf 647 000 Euro und werde vermutlich unterschritten. Bei dieser Baustelle, so der Architekt, sei vor allem ein außergewöhnlicher Zusammenhalt der Wilflinger Bürgerinnen und Bürger zu verzeichnen gewesen, die sehr viel ehrenamtliches Engagement zeigten. Ein Lob zollte Vogel auch den Handwerkern, die gute Arbeit leisteten und auch mit Pfarrer Sanke und dem Kirchengemeinderat herrschte immer ein gutes Einvernehmen.

Beim Stehempfang im Bürgersaal wartete auf den Kirchengemeinderatsvorsitzenden eine weitere Überraschung. Anlässlich des Dorffestes führten die örtlichen Vereine eine Tombola zugunsten der Kirchenrenovation durch. So konnte Ortsvorsteher Werner Späth nun dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden einen Scheck in Höhe von 1554 Euro überreichen. Am Nachmittag bot Josef Reck den interessierten Bürgerinnen und Bürgern noch eine Führung im neu gestalteten Gotteshaus an, in das er ja selber viel Herzblut gelegt hat.

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