Kindergarten und Feuerwehr üben Flucht und Rettung

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Schwäbische Zeitung

In den vergangenen Wochen drehte sich im Kindergarten Langenenslingen alles um das Thema Feuerwehr. Neben der Theorie mit Gesprächen, Bildbetrachtungen und Bastelprojekten wurde auch praktisch viel kennengelernt und geübt.

„Feuerwehrerzieherin“ Petra hat in den Gruppen ihre persönliche Schutzausrüstung, Atemschutzausrüstung und sonstiges Originalequipment der Feuerwehr vorgestellt. Wenig später durften alle vier Gruppen das Feuerwehrhaus samt Autos und Ausrüstung besichtigen, vieles selbst in die Hand nehmen und ausprobieren.

Im Kindergarten wurde der Flucht- und Rettungsplan unter die Lupe genommen und das Verlassen des Gebäudes in Brandfall geübt. Der Höhepunkt des Ganzen war die „Hauptbrandübung“. Hier wurde anhand der Nebelmaschine Rauch (Feuer) simuliert. Durch den Alarm der Rauchmelder musste jede Erzieherin in wenigen Sekunden entscheiden, wie sie mit den momentan in ihrem Gruppenraum befindlichen Kindern das Gebäude verlässt (Türe oder Fenster).

Alle sammeln sich am Treffbaum

Am Treffbaum im Garten, wie die Kinder die ausgewiesene Sammelstelle mittlerweile betiteln, wurde anhand der Anwesenheitslisten sichergestellt, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden. An dieser Stelle wurde gemeinsam auf die bereits alarmierte Feuerwehr, die schon mit Blaulicht und Sirene unterwegs war, gewartet.

Ein Feuerwehrmann kam sofort zur Sammelstelle und erkundigte sich, ob bereits alle Personen das Kindergartengebäude verlassen hätten und was der Grund der Alarmierung war. Danach erklärte er, dass sich die Feuerwehr nun um den Kindergarten kümmert, während die Kinder und Erzieherinnen im Freien in Sicherheit bleiben sollen. Da es sich um eine Übung handelte, durften trotzdem alle näher kommen und durch die großen Fenster den Einsatz der Feuerwehr mitverfolgen. Schläuche wurden ausgerollt und ein Drucklüfter in Stellung gebracht, Feuerwehrmänner mit Atemschutz betraten den Kindergarten.

Nach Einsatzende erklärte Feuerwehrkommandant Andreas Holstein, dass es in einem Zimmer einen „Brandherd“ gab und deshalb so viel Rauch im Kindergarten war. Nach Einsatzende entledigten sich die Feuerwehrmänner im Beisein der Kinder ihrer Helme, Atemschutzmasken und Jacken, damit auch die Kleinsten erkennen konnten, dass sich hinter den „dunklen Gestalten“ lauter normale Menschen verbergen. So erkannte das ein oder andere Kind sogar den eigenen Papa wieder. Zum Abschluss des Projekts duften die Erzieherinnen noch an einer Brandschutzunterweisung mit Feuerlösch-Übung teilnehmen.

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