Ittenhausen holt erneut Sieg beim Vergleichswettkampf

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 Am Ende wieder nicht zu schlagen. Gewinner Ittenhausen und Moderator Claus Fritz.
Am Ende wieder nicht zu schlagen. Gewinner Ittenhausen und Moderator Claus Fritz. (Foto: Feuerwehr Egelfingen)
Schwäbische Zeitung

Bei der zwölften Auflage des Feuerwehr-Vergleichskampfs gewinnt erneut die Wehr aus Ittenhausen. Bei hervorragender Atmosphäre in der Egelfinger Festhalle holte der Titelverteidiger erneut den Sieg. Das Podium vervollständigten die Kameraden aus Altheim und Heudorf.

13 Mannschaften hatten am vergangenen Samstag den Weg nach Egelfingen gefunden, um dort den Titel beim Feuerwehr-Vergleichswettkampf zu erringen. Bei bester Stimmung und in einer vollen Festhalle, wurden sie von Moderator Claus Fritz durch den Abend und die Spiele geführt. Dieser konnte zu Beginn des Abends gleich eine Neuerung bekanntgeben. Erstmalig wurde dieses Jahr auch ein Pokal für die beste Stimmung verliehen. Diesen sollte die Wehr bekommen, die bei der immer wieder aufheulenden Feuerwehrsirene, den Abend durch am lautesten reagiert.

Beim Nagelspiel war in erster Linie Handwerkliches Geschick gefragt. Das dies bei Feuerwehrleuten in der Regel gut ausgeprägt ist, war eindrucksvoll zu beobachten. So war es nicht verwunderlich, dass sich nach dem ersten Spiel die Wehren aus Ittenhausen, Oberschmeien, Altheim und Sigmaringendorf den ersten Platz teilten. Beim zweiten Spiel „Sägen“ war ein gutes Gespür für Holz und dessen Masse-Eigenschaften von Vorteil. Ging es doch darum Scheiben von Stämmen aus verschiedenen Holzarten zu sägen, welche so nah wie möglich an einem bestimmten Gewicht liegen sollten.

Dieses Gespür zeigte vor allem die Feuerwehr aus Heudorf, welche diese Disziplin für sich entscheiden konnte. Im dritten Spiel stellten die Feuerwehrleute unter Beweis, dass Freiwürfe auch in Feuerwehrart möglich sind. Ähnlich wie Nowitzki in seinem letzten NBA-Spiel verwandelten die Kameraden die Freiwürfe in die Körbe. Mit dem Unterschied, dass sie keinen Ball, sondern einen Seilbeutel als Wurfobjekt hatten, welcher natürlich anschließend wieder vorschriftsmäßig gestopft werden musste.

Als besonders treffsicher tat sich der Titelverteidiger aus Ittenhausen hervor, der dieses Spiel für sich entschied. Eine gesunde lungenschonende Lebensweise war für das vierte Spiel sehr hilfreich. Durch drei C-Rohre musste über einen Verteiler der daran hängende Ballon schnellst möglich zum Platzen gebracht werden. Den Beweis mit starken Lungen ausgestattet zu sein, trat in erster Linie die Feuerwehr Jungnau an. Der Newcomer gewann Spiel Nummer vier.

Bei Spiel Nummer fünf, dem „Kistenstapeln, wurde deutlich, dass die Billafinger Feuerwehr eine kräftige Jugend besitzt. So gelang es bei diesem Spiel den Sieg zu erlangen. Nach Abschluss der „regulären“ Spiele, mussten die Plätze drei und vier beziehungsweise fünf und sechs noch in einem Stechen final geklärt werden. Beim Tauziehen im Feuerwehrstil sollten die fehlenden Plätze ermittelt werden. Zunächst traten die Wehren aus Bingen und Langenenslingen an, um zu klären wer zu den Top fünf gehört. Dies war an diesem Abend, die Feuerwehr Bingen, die den Langenenslinger Kameraden in diesem Spiel keine Chance ließ. Knapper war es bei Kampf um den begehrten dritten Platz. Hier setzte sich die Wehr aus Heudorf am Ende jedoch durch, so dass für die Kameraden aus Sigmaringendorf der undankbare vierte Platz blieb. Der Platz an der Sonne hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon die Feuerwehr Ittenhausen gesichert, die sich am Ende knapp vor der Wehr aus Altheim durchsetzen und damit ihren Titel verteidigen konnte.

Zum Schluss war noch der Stimmungspokal zu vergeben. Dieser musste allerdings auch im Stechen geklärt werden, da sich die Wehren aus Heudorf und Hohentengen in dieser Hinsicht gleichermaßen hervortaten. In einem dem Titel würdigen Spiel konnte sich die Wehr Hohentengen durchsetzen und sicherte sich somit den ersten Stimmungspokal. Im Anschluss wurden die kameradschaftlichen Beziehungen zwischen den Wehren ausgebaut. So dass sich beim Heimweg alle einig waren, nächstes Jahr am 4. April wieder dabei zu sein, beim nächsten Feuerwehr-Vergleichswettkampf in Egelfingen.

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