Zusammen mit Dr. Wilfried Steuer und seiner Frau Lisa, die wie der Riedlinger Bürgermeister Marcus Schafft und sein Langenensli
Zusammen mit Dr. Wilfried Steuer und seiner Frau Lisa, die wie der Riedlinger Bürgermeister Marcus Schafft und sein Langenenslinger Kollege Andreas Schneider den Stiftungsrat bilden, stellten sich neben Rektor Matthias Zieger für die Grundschule Lange (Foto: Waltraud Wolf)
Waltraud Wolf

Für viele strahlende Gesichter hat am Freitagabend Alt-Landrat Dr. Wilfried Steuer im Langenenslinger Rathaus gesorgt. Der Anlass: Es stand die diesjährige Ausschüttung der Dr.-Wilfried-Steuer-Stiftung an. Profitiert haben diesmal mit jeweils 500 Euro der Schulchor und der Liederkranz Langenenslingen, die sieben Musikvereine der Gesamtstadt Riedlingen und die fünf aus Langenenslingen und seinen Teilorten sowie die Conrad-Graf-Musikschule – und das gleich zweimal, einmal für Riedlingen und einmal für ihre Außenstelle in Langenenslingen.

Großartiges bewegt habe er in den vergangenen 15 Jahren mit der Stiftung, die seine Heimatverbundenheit ausdrücke, bedankte sich Langenenslingens Bürgermeister Andreas Schneider bei dem Alt-Landrat. Mit Stolz könne man auf die Stiftung schauen, betonte er und auch sein Riedlinger Kollege Marcus Schafft lobte den wichtigen Beitrag der Stiftung für das Kulturleben. Dr. Steuer selber unterstrich dies mit Zahlen. Die an seinem 70. Geburtstag am 20. Juni 2003 gegründete Stiftung weise derzeit ein Vermögen von 400 000 Euro auf und habe bislang 85 000 Euro ausgeschüttet, vorwiegend zur Förderung der musikalischen Jugend in den Vereinen, hätten doch insbesondere auch die Musikkapellen zum Zusammenwachsen der Gemeinden beigetragen. Er berichtete von schönen Erlebnissen zusammen mit Musikkapellen, unter anderem von Fahrten. So sei er zusammen mit seiner „Hauskapelle“, der Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld, in Bonn und Berlin gewesen. Die Erinnerung daran zaubert ihm noch heute ein Lächeln ins Gesicht. Den fünf Kapellen der Gesamtgemeinde Langenenslingen sagte er noch einmal Dank für ihr Ständchen zu seinem 85. Geburtstag und animierte gleichzeitig die sieben der Gesamtstadt Riedlingen, an seinem 90. zu spielen, denn: „Was wäre unser Leben ohne Musik und Gesang“?

Dieses Stichwort griffen die Anwesenden unvermittelt auf, doch weil ohne Instrumente unterwegs, nutzten sie ihre Stimmen und sangen zwei Strophen des Kreisliedes. Aus diesem hatte zuvor Franz-Michael Ott, Vorsitzender des Musikvereins Zell-Bechingen, zitiert und die Hoffnung ausgesprochen, dass sich die im Text festgehaltene positive Ausrichtung fortsetzen möge. Er zählte politische Stationen des „Schäfers von Emerfeld“ auf und dankte dem Saulgauer Landrat von einst, dass er „uns nicht an Ulm, Reutlingen oder gar nach Sigmaringen verkauft hat“. Er hatte auch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk der sieben Kapellen der Gesamtstadt Riedlingen parat und zwar „etwas für die Ewigkeit“, eine Linde nämlich. Auf der Anhöhe von Zwiefalten her kommend soll sie stehen und aufs Bussenland herabschauen. Weil jetzt keine Pflanzzeit ist, gab es zumindest schon eine Plakette, auf der steht: „Aus Treue zu Oberschwaben und der Blasmusik Dr.-Wilfried-Steuer-Linde 2018“.

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