Wie sich ein Leben im Rollstuhl anfühlt

Felix Brunner (r.) berichtete den Schülern in Kirchdorf von seinem Alltag im Rollstuhl.
Felix Brunner (r.) berichtete den Schülern in Kirchdorf von seinem Alltag im Rollstuhl. (Foto: Schule)
Schwäbische Zeitung

Sowohl für die Hauptschul- als auch für die Realschulabschlussprüfung ist eine Lektüre zu lesen. Dieses Jahr ist es „Der Sonne nach“ von Gabriele Clima. Es geht um zwei Jungen, die im Laufe eines Roadtrips zu besten Freunden werden. Da ist Dario, dem, weil er ziemlich viel „Mist“ in der Schule baut, eine Sozialstrafe aufgebrummt wird. Er darf sich um Andy kümmern, der als Spastiker auf den Rollstuhl angewiesen ist. Doch wie ist das: ein Leben im Rollstuhl? An der Michael-von-Jung-Schule gab es darauf Antworten.

Felix Brunner kann schließlich kompetent Auskunft geben. Er führt seit mittlerweile zwölf Jahren ein Leben im Rollstuhl. Nach einem Absturz in einem vereisten Wasserfall im Tannheimer Tal im Januar 2009 kämpfte er sich nach unzähligen Operationen und mit unendlichem Willen ins Leben zurück. Von seinem Leben im Alltag berichtete er den Schülerinnen und Schülern der Lerngruppen 9c und 10. Nach den Osterferien werden die Lerngruppen 9a und 9b die Möglichkeit haben, ihre Fragen zu stellen.

Es zeigte sich, dass viele Schülerinnen und Schüler Menschen mit Behinderungen kennen, doch nur wenige jemanden, der im Rollstuhl sitzt. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Menschen ganz unterschiedlich mit ihrer Behinderung umgehen. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten durch technische Hilfen ein weitgehend selbstständiges Leben zu führen. Allerdings kommt es immer auf die Art und die Schwere der Einschränkung an. Natürlich braucht es auch finanzielle Mittel. Anträge sind zu stellen, Bewilligungen einzuholen.

Felix Brunner stellte den Schülerinnen und Schülern zum Schluss noch eine etwas seltsame Frage: Welche Vorteile es habe, im Rollstuhl zu sitzen. Einige, wie bei kulturellen Veranstaltungen in der ersten Reihe zu sitzen, wurden genannt. Doch darauf, so der allgemeine Tenor der Schülerinnen und Schüler, sei leicht zu verzichten.

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