Spektakulärer Waffenfund - Bürgermeister von Pleß gesteht Fehler ein

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Diese Waffen hat die Polizei in Pleß sichergestellt.
Diese Waffen hat die Polizei in Pleß sichergestellt. (Foto: oh)
Crossmedia Volontärin

Nachdem am Dienstag ein Großaufgebot der Polizei zwei Bauernhöfe in Pleß (Landkreis Unterallgäu) durchsucht und etwa 20 Pistolen, Gewehre und Munition sowie Schwarzpulver sichergestellt hatte, laufen nun die Ermittlungen.

Noch ist unklar, wie viele dieser Waffen funktionsfähig und somit strafrechtlich relevant sind. Auch beim Bürgermeister der Gemeinde, Anton Keller, fanden die Beamte eine mutmaßlich illegale Pistole und einen Karabiner samt Munition.

„Wenn ich was ausgefressen habe, muss ich es auch ausbaden“, sagte Keller nun der Memminger Zeitung. Er gab im Gespräch mit der Zeitung an, dass ein Großteil der Waffen, die bei ihm gefunden worden seien, von seinem Nachbarn, einem 50-jährigen Unterallgäuer, stammten, auf den sich die Ermittlungen der Polizei konzentrierten. 

Großeinsatz der Polizei in Pleß im Unterallgäu. (Foto: Verena Kaulfersch)

Die Frau des Nachbarn habe Keller darum gebeten, die Waffern aufzubewahren.  „Sie hat sich nicht sicher gefühlt“, fährt der Rathauschef mit seiner Erzählung fort. Er habe die Waffen darauf hin entgegengenommen. Ob er das hätte tun dürfen oder die Waffen sogar hätte melden sollen, darüber habe er sich nach eigenen Angaben keine Gedanken gemacht. 

Auf Anfrage von Schwäbische.de zu dem Fund sagte Keller: „Ich könnte ihnen da einiges erzählen.“ Wegen des laufenden Verfahrens wolle er sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht mehr öffentlich äußern. Der 50-Jährige Unterallgäuer, bei dem ein Großteil der Waffen sichergestellt wurde, befindet sich momentan in einer psychiatrischen Klinik.

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