Angela Veit singt seit 50 Jahren im Chor

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 Der Vorsitzende Gerhard Mack hat Angela Veit zum Ehrenmitglied ernannt. Das freut auch die stellvertretende Vorsitzende, Amanda
Der Vorsitzende Gerhard Mack hat Angela Veit zum Ehrenmitglied ernannt. Das freut auch die stellvertretende Vorsitzende, Amanda Riegger (rechts). (Foto: Alexander Bast)
Schwäbische Zeitung

Beim Jubiläumskonzert „50 Jahre Frauenchor“ hat der Liederkranz Kirchdorf das Publikum auf eine Zeitreise durch die Chormusik mitgenommen. Als einzige Frau, die von Anfang an dabei ist, ernannte der Vorsitzende Gerhard Mack Angela Veit zum Ehrenmitglied. Seit 50 Jahren singe sie als Sopranistin und sei mit Herzblut bei fast jeder Probe und Auftritt dabei. Nach dem Start als Fahnenjungfer sei sie 36 Jahre lang mit „unbeschreiblicher Leidenschaft Schriftführerin“ gewesen. Bis zuletzt sorgte sie mit ihren lustigen Sketchen für Geselligkeit.

Schon im ersten Teil des Konzerts hat der Jugendchor Chorios unter der Leitung von Brigitte Mack mit seinen anspruchsvollen, dreistimmigen Liedern die Zuhörer beeindruckt. Die Titel „Halt dich an mir fest“ von Revolverheld, „Lieder“ von Adel Tawil und „A Million Dreams“ bestachen durch jugendlichen Charm, sichere Soli und der souveränen Begleitung am Flügel durch Anna Springer. Neben den drei Auszügen aus dem Musical „Eiskönigin“ – unterstützt vom Kinderchor – erzielten die Jugendlichen vor allem mit der Zugabe „I sing a Liad für di“ einen Volltreffer, den die Gäste mit viel Beifall belohnten.

Den zweiten Teil eröffnete der gemischte Chor unter der sicheren Stabführung von Roland Horst passend mit einem Geburtstagsständchen, dem „Geburtstags-Cha-Cha-Cha“ (50 Jahre Frauenchor), der ausdrucksstarken „Kleine Maria“ sowie dem feurigen brasilianischen Habanera „Am Himmel, da funkeln Sterne“. Die Liedvorträge „Freude am Leben“ und der Ohrwurm „Am Mittwoch will ein jeder nur zum Singen geh’n“ überzeugten durch den großen Tempo- und Lautstärkewechsel. Mit ihrem frischen genießerischen Vortrag „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“ und dem lästerndem „Ach ihr armen Männer“ blühten die Frauen auf. Eine lustige Abwechslung brachte das Duo Rudi und Ulrike Sparakowski mit Zither und Solo beim „Nehm‘s an Alten“. Mit Frack und Zylinder wetteiferten die Männer im „Ach bitte, lass mich dein Badewasser schlürfen“. Ein Frauensextett überzeugte mit ihrem kecken „Hefe“-Stück. In einer kurzweiligen Modenschau wurden die fünf Vereinstrachten der Frauen vorgestellt.

Historie des Frauenchors

Der Höhepunkt des Abends bildeten die rhythmisch anspruchsvollen Kompositionen „Musik macht gute Laune“, „Nette Begegnung“ und „Für Frauen ist das kein Problem“ von Raabe. Auch bei der Zugabe „Auf Wiedersehn“ überzeugten neben Gesang, Lächeln, Show, die souveräne Begleitung am Flügel von Stefan Hörmann und am Schlagzeug von Michael Gadaleta sowie die im Wechsel ansagenden Chormitglieder.

Zur Historie des Frauenchors führte Vorsitzender Gerhard Mack aus, dass auf Betreiben des damaligen Chorleiters Alois Ruf im Jahr 1969 die Gründung erfolgte. Das Motiv waren das veränderte Freizeitverhalten durch das Fernsehen, die Möglichkeit den Chor zu vergrößern und die vielfältigere Chorliteratur. Die anfänglichen Bedenken seien voll widerlegt worden, da Frauen im Chor viel offener für Neues und für fremdsprachige Literatur seien.

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