Stundenlanger Stromausfall im Illertal nach Unfall

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 Eine solche 20 000-Volt-Leitung wie hier im Allgäu musste die Netze BW am Donnerstagabend im Illertal reparieren.
Eine solche 20 000-Volt-Leitung wie hier im Allgäu musste die Netze BW am Donnerstagabend im Illertal reparieren. (Foto: Netze BW)
Schwäbische Zeitung

Ein Unfall hat am Donnerstagabend im Illertal für einen Stromausfall gesorgt, der mancherorts mehrere Stunden gedauert hat. Nach Angaben der Netze BW waren Dettingen, Kirchberg und Kirchdorf betroffen.

Laut Polizeibericht war eine 24-Jährige gegen 19 Uhr von Kirchberg in Richtung Dettingen unterwegs. Etwa zwei Kilometer nach Kirchberg bremste sie. Ihr Citroen kam auf der schneebedeckten Straße ins Schleudern.

Danach stieß das Auto frontal gegen einen Mast des 20 000-Volt-Netzes. Dieser fiel in einen Acker und die Leitungen hingen über die Straße. Daraufhin kam es zum Stromausfall in Dettingen und Kirchberg sowie in Kirchdorf. Aus Richtung Dettingen kam anschließend eine 57-jährige Autofahrerin. Sie sah den Unfall und hielt an. Dabei berührte ihr Mazda eine Leitung.

Die Mitarbeiter der Netze-BW-Bereitschaft mussten deshalb zunächst einmal die Unglücksstelle absichern. Erst im Anschluss konnte die Versorgung durch Schaltmaßnahmen nach und nach wieder aufgebaut werden, teilt die Netze BW auf SZ-Nachfrage mit. Zwischen 20.43 und 21.43 Uhr seien zunächst in Kirchdorf, dann in Dettingen und schließlich in Kirchberg die Lichter wieder angegangen.

Im direkten Umfeld der Unglücksstelle hätten sich einige Anschlüsse sogar bis kurz vor Mitternacht gedulden müssen, weil zunächst eine sogenannte Trennstelle auf einem Gittermasten zu öffnen war. Dazu hatte die Bereitschaft bei den widrigen Wetterverhältnissen laut Netze BW auch noch Verstärkung und einen „Steiger“ aus Biberach anfordern müssen.

Neben den Mitarbeitern der Netze BW war auch die Feuerwehr an der Unfallstelle. Ob an dem Mazda ein Schaden entstand, ist laut Polizei noch nicht bekannt. Der Schaden am Citroen beträgt etwa 7000 Euro.

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