Nächste Straßensperrung droht

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Noch etwas müssen sich die Sinninger gedulden, doch demnächst soll die Gießenbrücke fertig werden.
Noch etwas müssen sich die Sinninger gedulden, doch demnächst soll die Gießenbrücke fertig werden. (Foto: Gemeinde Kirchberg)

Autofahrer, die über Gutenzell nach Kirchberg fahren, müssen sich ab Dienstag, 22. Mai, auf eine Umleitung einstellen. Denn nach den Pfingstfeiertagen beginnt der Ausbau der Gutenzeller Straße in der Illertalgemeinde. Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Abschnitten, bis November dieses Jahres sollen die Arbeiten dauern. Fast geschafft ist dagegen die Sanierung der Gießenbrücke in Sinningen.

Es ist das größte Straßenbauprojekt in diesem Jahr in Kirchberg: der Ausbau der Gutenzeller Straße. Nachdem der Gemeinderat im März die entsprechenden Arbeiten hierfür an die örtliche Firma Halder und Veit vergeben hatte, kann die Sanierung jetzt bald losgehen. Unter anderem sollen die Wasserleitungen, die Straßenbeleuchtung und die Schächte erneuert werden. Gleichzeitig wird ein Gehweg angebaut, die Bachquerung saniert und Leerrohre für schnelleres Internet verlegt. Einige Haushalte erhalten ebenfalls einen neuen Wasser-Hausanschluss.

Bei dieser Fülle an Aufgaben dürfte es keine Überraschung sein, dass die Arbeiten etwa fünf Monate in Anspruch nehmen. Die Baustelle wird dabei in zwei Abschnitte unterteilt. In einem ersten Schritt ist der Bereich von der Schreinerei Büchele bis zur Finkenstraße betroffen. Der örtliche Verkehr kann über die Finkenstraße in Richtung Gutenzell rollen, was auch für die Gegenrichtung gilt. „Den überregionalen Verkehr leiten wir großräumig um“, sagt Kirchbergs Bürgermeister Jochen Stuber. Die Umleitung erfolgt über die Ortschaften Balzheim-Wain-Schwendi-Gutenzell.

Im Oktober soll dann der Straßenbelag erneuert werden – und zwar auf der ganzen Gutenzeller Straße, also vom Bollsberger Weg bis zur Hauptstraße. Hierbei werden dann für ein paar Tage alle Anlieger der Gutenzeller Straße betroffen sein. Die Verwaltung möchte darüber dann nochmals rechtzeitig informieren, so Stuber. Bis November sollen die Arbeiten dann fertig sein.

Unwägbarkeiten wegen Wasser

Zum Preis von 875 000 Euro hat die Gemeinde die Arbeiten an die Firma Halder und Veit vergeben. „Das sind aber nicht die endgültigen Baukosten. Wir hoffen natürlich, dass es günstiger wird“, erläutert Stuber. So gebe es beispielsweise Unwägbarkeiten wegen des Grundwassers. Zur Absicherung sind daher große Pumpen einkalkuliert. Sollten sie aber dann doch nicht gebraucht werden, könnte die Gemeinde billiger wegkommen. Die Kosten für den Straßenbelag, die der Kreis übernimmt, belaufen sich auf rund 146 000 Euro. Die Teilsanierung und der Gehweganbau kosten Kirchberg 675 000 Euro. Der Restbetrag entfällt auf die Feinbeläge für das Baugebiet Obstgarten in Sinningen und das Gewerbegebiet Altkellmünzer Weg, die ebenfalls in diesem Zuge aufgebracht werden. Für den Gehweganbau gibt es einen Zuschuss vom Land Baden-Württemberg in Höhe von rund 55 000 Euro.

Während die Arbeiten in der Gutenzeller Straße jetzt also erst losgehen, ist dagegen ein Ende der Arbeiten an der Gießenbrücke in Sinningen absehbar. „Nach Auskunft der Baufirma sollen die Arbeiten voraussichtlich bis Mitte Juni fertig sein“, erläutert der Bürgermeister. Seit August vergangenen Jahres lässt die Gemeinde die marode Brücke in dem Ortsteil sanieren. Derzeit werde das seitlich verlaufende Gelände angeglichen, in der kommenden Woche möchte die Netze BW die Stromleitung zurückverlegen, beschreibt Stuber den aktuellen Baufortschritt. Rund 594 000 Euro an Kosten sind eingeplant, wobei der Rathauschef nach derzeitigen Erkenntnissen davon ausgeht, dass es etwas günstiger werden könnte.

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