Für Kirchberger Schule gibt’s keinen Aufzug

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 In die freiwerdenden Räume der Werkrealschule zieht der Kindergarten. Dafür nimmt Kirchberg einiges an Geld in die Hand.
In die freiwerdenden Räume der Werkrealschule zieht der Kindergarten. Dafür nimmt Kirchberg einiges an Geld in die Hand. (Foto: Tobias Rehm)

Der Umbau des Schulgebäudes in Kirchberg wird etwas teurer als zunächst kalkuliert. So steigen die Kosten von 2,2 Millionen Euro auf etwa 2,4 Millionen Euro. Notwendig ist das Projekt, weil der Kindergarten erweitert wird und in die freiwerdenden Räume der ehemaligen Werkrealschule zieht.

Die Kostensteigerung ist auf mehrere Punkte zurückzuführen. So ist nun ein größerer Lichthof vorgesehen, um die Innenräume mit Tageslicht zu versorgen. Darüber hinaus braucht es einen zusätzlichen Krippen-Nebenraum, eine zusätzliche Kinderküche sowie einen weiteren barrierefreien Ausgang. Der Gemeinderat trage diese Maßnahmen mit und habe daher dem Entwurf des Architekturbüros Bauke und Hübner zugestimmt, wie Bürgermeister Jochen Stuber auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ erläuterte.

Abgelehnt wurde hingegen der Einbau eines Aufzugs für die Grundschule. Das Gremium hatte angeregt, dies prüfen zu lassen. „Die Kostenschätzung beläuft sich auf etwa 120 000 Euro“, so die Verwaltung. „Wobei hier noch gewisse Unwägbarkeiten enthalten sind.“ So müsste die Bodenplatte durchbrochen werden und die Bodenbeschaffung darunter sei nicht bekannt.

Deshalb hat die Verwaltung dem Gemeinderat empfohlen, auf dieses Vorhaben zu verzichten. Nach Angaben des Bürgermeisters sollte eher ein Hub-Lift im Eingangsbereich der Schule angeschafft werden. Damit könnten Besucher zumindest ins erste Zwischengeschoss gelangen und mit etwa 20 000 Euro sei dies deutlich günstiger umzusetzen: „Damit wären alle wichtigen Räume in der Schule erreichbar.“

Anfang Mai soll es einen abschließenden Abstimmungstermin mit dem Regierungspräsidium Tübingen geben. Im Raum steht ein ELR-Zuschuss in Höhe von 500 000 Euro. In seiner Sitzung am 7. Mai möchte der Gemeinderat dann das Baugesuch auf den Weg bringen und die Fachplaner beauftragen.

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