Sabrina Aumann (am Ball) läuft noch bis zum Saisonende für den FV Bellenberg auf, dann soll Schluss sein.
Sabrina Aumann (am Ball) läuft noch bis zum Saisonende für den FV Bellenberg auf, dann soll Schluss sein. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Mit dem FV Bellenberg hat die Kirchbergerin Sabrina Aumann (geborene Kübler) in der vergangenen Saison den direkten Aufstieg in die Frauenfußball-Oberliga Baden-Württemberg geschafft. Dies wollte Aumann eigentlich zum Anlass nehmen, um ihre Karriere zu beenden. Dann kamen aber zu dem ohnehin schon dünnen Bellenberger Kader noch einige verletzungsbedingte Ausfälle, die die Kirchbergerin nochmal ein Jahr dranhängen ließen. Zum Ende dieser Saison soll dann mit der aktiven Karriere aber endgültig Schluss sein.

Den Gedanken, mit dem Fußball aufzuhören, hatte Sabrina Aumann bereits 2015, als nach einer schweren Sprunggelenksverletzung eine komplizierte Operation und knapp eineinhalb Jahre Pause anstanden. „Der Gedanke, mich nochmal zurückzukämpfen und mit der Mannschaft zur Rückrunde 2017 den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen, hat mich während dieser Zeit dann aber immer motiviert“ so die damals 28-Jährige. Nach ihrem Comeback stand sie auch bei jedem Spiel wieder die vollen 90 Minuten auf dem Platz.

Nach dieser Saison will sie die Kickschuhe nun aber endgültig an den Nagel hängen. Die Abwehrchefin feiert diesen Monat ihren 30. Geburtstag. Nicht viele Frauen spielen in diesem Alter noch auf einem solchen Niveau im Amateurbereich Fußball. Bei Sabrina Aumann wird nach dieser Saison dann der im Mai beginnende Hausbau mit Ehemann Daniel und später sicherlich auch die Familienplanung an oberster Stelle stehen. „Der Fokus liegt einfach nicht mehr voll auf Fußball.“ Die langen Auswärtsfahrten wie beispielsweise zum Karlsruher SC oder nach Freiburg und dazu noch meist dreimal wöchentliches Training seien mittlerweile einfach zu zeitintensiv.

Sabrina Aumann fing bereits 1993 bei ihrem Heimatverein TSV Kirchberg an, Fußball zu spielen. Trainiert wurde sie in der Jugend stets von ihrem Vater Johann Kübler. Sie spielte bis 2005 beim SV Erolzheim. Danach folgten die Stationen FV Bellenberg (2005 bis 2010) und der FC Memmingen, mit dem sie 2012 ihren größten sportlichen Erfolg, den Aufstieg in die Regionalliga Süd, feierte, ehe sie im Winter 2013 wieder zurück zum FV Bellenberg wechselte.

Den Fußball ganz an den Nagel hängen? Das kommt für die gelernte Automobilkauffrau allerdings nicht in Frage. Sie könne sich vorstellen, in der Zukunft eine Jugend- oder Frauenmannschaft zu trainieren. Bis dahin gilt es aber erst mal, mit dem FV Bellenberg den Klassenerhalt in der Oberliga zu schaffen. Dass Sabrina Aumann ihren Teil dazu beitragen kann, stellte sie am vergangenen Wochenende einmal mehr unter Beweis. Beim 4:1-Sieg gegen den direkten Konkurrenten TSV Neckarau erzielte sie das zwischenzeitliche 2:1.

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