Trompetensolo beeindruckt das Publikum

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 Zum Abschluss des Konzerts wurde die neue Tracht vorgestellt.
Zum Abschluss des Konzerts wurde die neue Tracht vorgestellt. (Foto: Josef Aßfalg)

Die Vorstellung der neuen Musikerkleidung hat das Frühjahrskonzert des Musikvereins Winterstettenstadt (MVW) im Riefhaus Winterstettenstadt geprägt. Ob das Jugendorchester WOW mit der Ballade „Imagine“, des Ex-Beatles John Lennon oder die Stammkapelle mit der rhythmisch intensiven Komposition „Rush“ – beide Ensembles zeigten eine vielfältige Motivation.

Mit feierlichen Trompetenklängen und einem lyrischen Mittelteil, startete die Gemeinschaftsjugendkapelle WOW (Winterstettenstadt, Oberessendorf und Winterstettendorf) mit „Sound of Spring“, von Fritz Neuböck. In der Mittelstufenballade „Imagine“, zeichnet der Ex-Beatle John Lennon, das imaginäre Bild vom Frieden in der Welt. Nach dem unterhaltsamen und energiegeladenen Medley „The Best of Glee“ (Michael Brown) verabschiedete sich das Ensemble mit Kurt Gäbles „Leuchtfeuer“ als Zugabe. Maria Schmid führte die 34 Jugendlichen melodisch und rhythmisch zu einer beachtlichen Wiedergabe. Die Ansage zu den Stücken machten Julian Dobler und Vanessa Zeh.

Nach dem „Ceremonial March“ (Jan van der Roost) legte Dirigent Thomas Maier mit dem Blasorchester die „Alvamar Overture“ von James Barnes auf. Das luftig-fröhliche und feierliche Werk wurde von virtuosen Spielereien der Holzregister garniert. Beim Vivaldikonzert für zwei Trompeten griff Dirigent Thomas Maier selbst zu seiner Trompete und intonierte mit Leonie Strobel auf der Pikkolotrompete die Solonummer. Die rund 200 Besucher quittierten den Solovortrag, dirigiert von Simone Wiedmann, mit reichem Applaus. Eine anspruchsvolle Komposition, mit rhythmischer Intensität, ist „Rush“ (Samuel R. Hazo). Mit häufigen Wechseln in ungewohnte Taktarten war das Höchststufenwerk für Dirigent und Orchester eine Herausforderung.

Im ersten Konzertteil trat die Kapelle noch in der „alten“ Uniform auf. Nach der Pause war es soweit: Im nur mit Notlicht beleuchteten Saal betraten die Musiker die Bühne. Ein freudiges „wow“ erklang, als sie dann im Licht der Scheinwerfer auf der Bühne standen.

Johan de Mey hat im Medley „Annie – Highlights from de Musical“ schöne und bekannte Melodien des Musicals zusammen gefasst. Anmutige Melodien, farbige Orchestrierung und interessante Rhythmen waren in „Hill Country Holiday“ von Robert Sheldon zu hören. Nach anhaltendem Beifall im vollbesetzten Riefhaus bedankten sich die 45 Akteure mit Thomas Maier mit dem schwungvollen „Kaiserin-Sissi-Marsch“ von Timo Dellweg als Zugabe. (Ehrungsbericht folgt.)

Das ist die neue Tracht

Bei der neuen Musikerbekleidung handle es sich um eine original schwäbische Tracht, informierte Laura Müller beim Konzert. Jacke und Janker sind aus hellgrauem Loden, den schwarzen Hut mit breite Krempe schmpückt ein dunkelblaues Hutband. Das klassische Mieder mit Kettenschnürung und feiner Biesenstepperei der Damen sind aus feinem kiwi-grünem Brokatstoff, ebenso die Weste der Herren. Die Damen tragen einen Faltenrock aus schwarzem Wollbrokat, die Musiker eine schlichte Lederbundhose. Schwarze Haferlschuhe und weiße Bundhosenstrümpfe runden die festliche Männertracht ab.

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