Spuren von Vandalismus werden beseitigt

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Die Ingoldinger Grundschüler waren beim Pflanzen des neuen Apfelbaums mit Eifer dabei – der alte war von Vandalen zerstört worde
Die Ingoldinger Grundschüler waren beim Pflanzen des neuen Apfelbaums mit Eifer dabei – der alte war von Vandalen zerstört worden. Die Leiterin der Garten-AG, Mandy Hopp, hofft auf eine Apfelernte schon nächstes Jahr. Dass die Schüler den Umgang mit Lebensmitteln lernen, gefällt auch dem Kreissparkassenchef Martin Bücher gut. (Foto: josef aßfalg)
Josef Aßfalg

Der verwüstete Schulgarten in Ingoldingen wird wiederhergestellt. Am Ende der Pfingstferien hatten Vandalen den Schulgarten verwüstet (SZ vom 24. Juli). Der Gemüsegarten befindet sich im Innenhof der Schule und ist von außen nicht einsehbar. Über das Flachdach der Schule sind die Täter, die vermutlich Ortskenntnis und Insiderwissen hatten, in den Garten eingestiegen. Derzeit ist die Garten-AG der Grundschule mit Naturpädagogin und Gärtnerin Mandy Hopp dabei, alles wieder herzurichten.

Mit Schaufel und Spaten haben die Kinder ein Loch ausgebuddelt. Damit die Wurzeln Platz zum Wachsen haben, wurde das Pflanzloch großzügig ausgehoben. Als es fertig ist, schleppt Mandy Hopp einen jungen Apfelbaum herbei. „Es ist die Sorte Malus Rubinola“, weiß sie. Die Äpfel kämen im September in die Genussreife „und die Kinder können dann nach den Ferien die Früchte ernten“. Der Vorteil des Baumes sei, dass er nicht so hoch werde „und die Schüler die Äpfel selber ernten können“. Sie fügt hinzu: „Wenn wir Glück haben, bereits im nächsten Jahr.“.Der Baum, den die Vandalen abgebrochen haben, „hätte nächstes Jahr Früchte getragen“, bedauerte die Gärtnerin.

Schüler gießen fleißig

Nachdem der Baum im Pflanzloch ist, wird der Aushub in das Loch gefüllt und leicht festgetreten. Das Festtreten macht den Kindern richtig Spaß. Mit einem Kokosfaserstrick wird der Baum an einem Pfahl angebunden. Damit die Wurzeln anwachsen können, wird die Erde mit Wasser gut durchfeuchtet. Die Kinder sind gleich dabei und schleppen mit Gießkannen Wasser herbei.

„Das zerstörte Hochbeet müssen wir noch neu anfertigen, befüllen, besäen und bepflanzen“, erklärt Mandy Hopp. „Die kaputten Vogelhäuschen bekommen wir von der Technik-AG der Grundschule ersetzt.“

Unterstützt werden die Schule und ihre Garten-AG auch von der Sozialstiftung der Kreissparkasse Biberach „S-BC – gemeinsam für eine bessere Zukunft“. Martin Bücher, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, war bei der Pflanzung des neuen Apfelbaums dabei. Er habe von der mutwilligen Zerstörung des Gartens aus der „Schwäbischen Zeitung“ beim Frühstück erfahren, sagte er. „Ich war betroffen“ und für ihn sei sofort klar gewesen, „da muss geholfen werden“. Er finde die Idee toll, den Kindern frühzeitig beizubringen, dass man mit eigener Kraft im Garten was machen könne, „das man nachher auch essen kann“, so Bücher. Die Kinder lernten damit sehr früh, mit Lebensmitteln umzugehen.

Zerstörungslust ist unverständlich

Die Stiftung „S-BC – gemeinsam für eine bessere Zukunft“, aus der auch die Aktion „Engagieren und Kassieren“ gemeinsam mit der „Schwäbischen Zeitung“ gesponsert werde, sei gegründet worden, um die Menschen in der Raumschaft zu unterstützen. Seine Familie lege selber viel Wert auf gesundes Essen „und es ist schade, wenn Kinder sich engagieren und andere es einfach zerstören“, befand der Sparkassenchef.

 

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