Planung zum Hochwasserschutz verabschiedet

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Michael Mader

Die Hochwasserschutzmaßnahmen im Ortsteil Degernau sollen nun umgesetzt werden. Im ersten Bauabschnitt werden die Einlaufbauwerke, Rechen und Kanalabstürze saniert. Zudem wird im Mai im Zuge der 72-Stunden-Aktion der Landjugend Ingoldingen der Spielplatz dort gebaut. Beide Maßnahmen wurden vom Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstagabend beschlossen.

Rund 200 000 Euro will die Gemeinde im ersten Bauabschnitt für den Hochwasserschutz in die Hand nehmen. Die Maßnahmen sind mehr als notwendig und mussten aufgrund von ausstehenden Zuschüssen immer wieder verschoben werden. Am kommenden Montag, 15. April, wird der technische Ausschuss vor Ort die Details besprechen. Der Hochwasserschutz in Degernau wird von allen Beteiligten, insbesondere der Bevölkerung vor Ort, seit den Starkregenereignissen der vergangenen Jahre als absolut notwendig eingestuft.

1,3 Millionen Euro Investitionen

Insgesamt sind in diesem und im kommenden Jahr in vier Bauabschnitten Maßnahmen für rund 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Diese sollen nach Angaben des Regierungspräsidiums Tübingen mit 70 Prozent bezuschusst werden. Diese Zuschüsse sind aber offiziell noch nicht bestätigt, obwohl die Behörde alle notwendigen Unterlagen vorliegen habe, so Bürgermeister Jürgen Schell. „Wir haben eine vorzeitige Baufreigabe beantragt. Dies wurde abgelehnt“, sagte Schell. Allerdings, so Schell, seien die Zuschüsse laut Regierungspräsidium nur noch Formsache. „Wir müssen das Land in die Pflicht nehmen“, betonte Schell und wurde von Gemeinderat Jörg Baur-Cleppien unterstützt. „Das Land muss jetzt endlich mal in die Pötte kommen.“

Für den Degernauer Rat Eugen Kehrle ist die Maßnahme absolut dringlich. Kehrle hatte in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass man die Menschen in Degernau nicht im Stich lassen könne.

Zudem warf Kehrle erneut die Frage nach Sandsäcken auf. Es seien schon welche deponiert, damit kurzfristig reagiert werden könne, sagte der Bürgermeister. Vom 24. bis 26. Mai wird die Ingoldinger Landjugend bei einer 72-Stunden-Aktion mehrere Spielgeräte auf dem neuen Spielplatz in Degernau aufstellen. Unter anderem einen Unterstand, einen Kletterturm, eine Hangrutsche sowie eine Wippe. Diese Geräte sind mit rund 11 000 Euro veranschlagt. Insgesamt hat der Gemeinderat bereits vor zwei Jahren Ausgaben von 24 000 Euro bewilligt. Wegen der vorgesehenen Hochwasserschutzmaßnahmen wurde die Planung und Ausführung des Spielplatzes verschoben.

Neben dem Aufwand für die Geräte wird die Gemeinde laut Jürgen Schell die notwendigen Baumaterialien wie Kies und Steine bereitstellen. „Wir sind froh, dass die Landjugend uns unterstützt“, betonte der Bürgermeister.

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