Kleine Lösung für den Feuerwehrstandort in Winterstettenstadt

Lesedauer: 4 Min
 Um dieses Gebäude geht es: den alten Melkstand.
Um dieses Gebäude geht es: den alten Melkstand. (Foto: privat)
Michael Mader

Es ist eine herbe Enttäuschung für die Feuerwehrkameraden aus Winterstettenstadt: Ihr Vorschlag, den ehemaligen Melkstand in einer enormen Eigenleistung umzubauen, lehnte der Ingoldinger Gemeinderat am Donnerstag ab. Stattdessen sprach sich das Gremium für eine kleine Lösung aus.

Wehr will sich einbringen

Feuerwehrkommandant Dieter Renn betonte im Verlauf der Sitzungmehrfach, dass die Kameraden zu diesem Projekt bereit seien. Schon in der April-Sitzung hatte Renn weitere Vorschläge zum Umbau des ehemaligen Melkstands in Winterstettenstadt gemacht. Nur so könne der Standort Winterstettenstadt zukunftsfähig gemacht werden. Ingoldingens Bürgermeister Jürgen Schell hatte in der Zwischenzeit einen Statiker beauftragt, der die Planungen der Feuerwehrkameraden als durchaus als möglich und umsetzbar einschätzte. Dennoch entschied sich der Gemeinderat gegen dieses Projekt und bestätigte den bereits vorliegenden Beschluss vom Juli vergangenen Jahres.

Gemeinderat Eugen Kehrle hatte während der Sitzung, nachdem die Meinungen nochmals teilweise hitzig und emotional ausgetauscht wurden, beantragt, jetzt endlich klare Kante zu zeigen und mit Ja oder Nein abzustimmen. Neben Matthias Harsch aus Winterstettenstadt sprachen sich noch die beiden Muttensweiler Räte Guido Steinhauser und Klaus Merk sowie der Bürgermeister für den von der Feuerwehr Wintersttenstadt vorgeschlagenen großzügigen Umbau mit enormer Eigenleistung aus. Allerdings wollte Jürgen Schell dazu die schriftliche Zusage der Feuerwehrkameraden einfordern. Dennoch waren alle anwesenden Räte aus Ingoldingen sowie Marianne Müller aus Winterstettendorf und Nicole Haug aus Grodt gegen den vorliegenden Vorschlag der Feuerwehr. Auch aus versicherungsrechtlichen und Gewährleistungsgründen stimmten sie dagegen.

Mehrfach wurde die Frage in den Raum gestellt, was bei einem Unfall passiere oder wenn nach der Fertigstellung Probleme auftauchen würden. „Das ist ein öffentliches Gebäude. Da ist immer die Gemeinde gefordert“, untermauerte Eugen Kehrle seinen Antrag und sein Abstimmungsverhalten. Zudem müsse man mit enormen Folge- und Unterhaltskosten rechnen.

Beschluss aus 2018 gilt nun

Somit wird jetzt der Beschluss aus dem vergangenen Jahre definitiv umgesetzt. Die Feuerwehr in Winterstettenstadt erhält einen MTW, vergleichbar mit einem Mercedes-Vito. Der ehemalige Melkstand, dort wo das Fahrzeug unterbracht werden soll, wird dementsprechend mit einem neuen Garagentor und einem Sturz versehen, dass das Fahrzeug problemlos ein - und ausfahren kann. „Zudem sorgen wir für eine neue Heizung, einen neuen Anstrich, Spinde und auch neue Toiletten“, sagte Schell.

Mit den bislang dafür vorgesehen 50000 Euro werden wir da allerdings nicht ganz hinkommen“, fügte der Bürgermeister an. Währenddessen hatten die anwesenden Feuerwehrkameraden aus Winterstettenstadt den Ratssaal schon verlassen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen