Rallyeteam spendet 1500 Euro für das Schulbauprojekt

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Die Ankunft der Rallyeautos samt Spende wurde von den Ingerkinger Schülern begeistert gefeiert. Foto:
Die Ankunft der Rallyeautos samt Spende wurde von den Ingerkinger Schülern begeistert gefeiert. (Foto: St.-Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Wer das Projekt „Schule St. Franziskus – bauen Sie mit“ unterstützen möchte, findet nähere Informationen und die Spendenmöglichkeiten unter www.bauen-sie-mit.de

Zwei Rallye-Autos auf dem Schulhof gibt es nicht alle Tage in Ingerkingen: Das Rallyeteam von Dirk Ammann, Benedikt Baur, Dieter Mayer und Uwe Stapel kam zur Übergabe einer Spende für das Schulbauprojekt. Die Jugendlichen waren begeistert von dem Rallyefahrer-Quartett mit seinen Spezialfahrzeugen und die 1500-Euro-Spende im Gepäck kam auch gut an.

Ingerkingen war die letzte Etappe der langen Autoreise von Dirk Ammann, Benedikt Baur, Dieter Mayer und Uwe Stapel: Die eingefahrenen 1500 Euro an den Zielort die Schule St. Franziskus nach Ingerkingen zu bringen. Die vier Motorsportfans aus Riedlingen, Biberach und Munderkingen sind kürzlich von ihrem ganz besonderen Midsommer-Erlebnis zurückgekehrt. Mit zwei Diesel-Youngtimern des Typs Peugeot 308, die sie in vielen Arbeitsstunden im Riedlinger Autohaus Stapel rallyetauglich umgerüstet hatten, erkundeten sie die wunderbare Landschaft um die Ostsee. 16 lange Tage und weiße Nächte fuhren 250 Rallyeteams der Sommersonnenwende entgegen und genossen die Mitternachtssonne am Polarkreis.

Mit Landkarte statt Navi zum Ziel

Die Spielregeln waren klar: Das Ziel durfte nur auf Nebenstraßen und mittels Landkarte erreicht werden. Doch Dirk Ammann, Dieter Mayer, Benedikt Baur und Uwe Stapel sind ein eingespieltes Team, das sich im Rennstall des Pforzheimer Tourenwagenteams HCB Rutronik Racing schon oft bewährt hat.

Nicht Schnelligkeit und Material zählten auf der „Baltic Sea“-Rundtour von Hamburg zu den Lofoten ans Nordkap und über St. Petersburg, Tallinn und Kaliningrad zurück. Vielmehr sollten auf der über 7500 Kilometer weiten Fahrt Grenzen überwunden werden – geografische und persönliche. An der Strecke gab es einige Herausforderungen zu meistern. So musste zum Beispiel ein Gefängnis besucht werden.

Die eingefahrenen 1500 Euro brachten die Rallyefahrer persönlich nach Ingerkingen. „Eine Lehrerin hat uns auf das Schulbauprojekt aufmerksam gemacht. Wir haben zwar das Nordkap besucht, aber diese Schule um die Ecke kannten wir nicht. Es ist ein richtig toller Ort und viel größer als gedacht“, sagt der Teamsprecher.

In Ingerkingen entsteht ein neues Schulgebäude für Kinder und Jugendliche mit komplexen Behinderungen. Zusätzliche Räume und eine Ausstattung, die den Schülern gerecht wird, sind dringend erforderlich, werden aber nur zu einem sehr geringen Teil öffentlich gefördert. Beispielsweise braucht die Schule eigene Bereiche für die Grundpflege. Auch Therapieräume müssen über Spenden finanziert werden.

Die Rallyefahrer beeindruckten bei der Spendenübergabe weniger die baulichen Details, als vielmehr die Begegnung mit den jungen Menschen, die im neuen Schulhaus künftig lernen werden. Die Offenheit und Begeisterungsfähigkeit der jungen Menschen mit komplexen Behinderungen bekamen die Motorsportler sogleich zu spüren. Viele Fragen wurden ihnen gestellt. Dirk Ammann ließ sich nicht zweimal bitten und drehte mit den Schülern einige Runden. In der Zwischenzeit berichteten die Schüler den anderen Motorsportfreunden von ihrem Schulalltag.

Wer das Projekt „Schule St. Franziskus – bauen Sie mit“ unterstützen möchte, findet nähere Informationen und die Spendenmöglichkeiten unter www.bauen-sie-mit.de

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