Jäger zahlen keine Hundesteuer mehr

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Hundehalter in Hochdorf zahlen ab Januar höhere Steuern. Der Gemeinderat hat sich auf eine neue Gebührenordnung geeinigt. Diese waren zuletzt 2005 geändert worden. Wer nur einen Hund hat, zahlt künftig 72 Euro im Jahr. Bisher waren es 54 Euro. Bei jedem weiteren Hund erhöht sich die Steuer auf 144 Euro anstatt bisher 108 Euro.

Die Gemeinde Hochdorf bewegt sich damit im Mittelfeld im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden. Der Ersthund kostet beispielsweise in Ingoldingen 72 Euro, in Ummendorf momentan 60 Euro, wobei die Steuer sich dort künftig jährlich erhöht. In Ochsenhausen hingegen zahlt der Hundehalter 84 Euro und in Bad Buchau sogar 102 Euro. Derzeit sind 103 Hunde in Hochdorf gemeldet. 95 Haushalte haben einen Hund, sechs Halter zwei Tiere. Kampfhunde sind in der Gemeinde keine registriert. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, Jagdhundehalter künftig von der Hundesteuer zu befreien. Der Hegering Umlachtal hatte sich vorab an die Verwaltung und einzelne Gemeinderäte gewandt und das Thema angesprochen. Im Landkreis Biberach ist bisher nur die Gemeinde Eberhardzell diesem Wunsch gefolgt. Zwölf Jäger sind in Hochdorf gemeldet, mit derzeit vier registrierten Hunden. Bürgermeister Klaus Bonelli geht daher davon aus, dass diese im nächsten Jahr einen Antrag auf Befreiung stellen werden.

Für Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfsbedürftiger Personen dienen, muss ebenfalls keine Hundesteuer gezahlt werden. Das gleiche gilt für Hunde, die die Prüfung für Rettungshunde absolviert haben oder die dem Schutz von Epileptikern oder Diabetikern dienen.

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