Im Kreuzäcker II entstehen zwei Mehrfamilienhäuser

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Die Erweiterung des Baugebiets Kreuzäcker rückt näher. Der Hochdorfer Gemeinderat billigte am Dienstagabend den Bebauungsplanentwurf für Kreuzäcker II sowie die örtlichen Bauvorschriften. Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren nach Paragraf 13b aufgestellt. Im nächsten Schritt werden nun die Stellungnahmen der Behörden und der Träger öffentlicher Belange eingeholt. Die Öffentlichkeit wird im herkömmlichen Verfahren beteiligt. Der Bebauungsplanentwurf wird nun einen Monat lang ausgelegt.

Das Gebiet liegt am nördlichen Rand von Hochdorf. Südwestlich grenzt das bestehende Wohngebiet Kreuzäcker I an. Südöstlich befindet sich das Wohngebiet Auwiesen II. Westlich befindet sich die Kreisstraße. Das Gebiet umfasst zwei Hektar und wurde bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzt. In Hochdorf gibt es derzeit keine freien Bauplätze mehr. Die Anbindung erfolgt über die Keltenstraße und über eine Ring-Erschließungsstraße. Zudem soll die Straße Alamannenweg östlich im Gebiet ausgebaut werden.

Im Januar hatte der Gemeinderat einen ersten Entwurf des Bebauungsplans Kreuzäcker vorberaten (SZ berichtete) und entschieden, dass in dem Neubaugebiet 26 Bauplätze entstehen sollen. Die damals vom Gemeinderat vorgebrachten Änderungswünsche wurden nun eingearbeitet, sodass nun das eigentliche Bebauungsplanverfahren begonnen werden kann. Planer Max Huchler erläuterte die Änderungen.

Der Gemeinderat hatte im Januar entschieden, dass in dem Baugebiet Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Die Bauvorschriften sind nun so festgelegt, dass auf den beiden Grundstücken entlang des Lärmschutzwalls auf jeden Fall nur Mehrfamilienhäuser entstehen können – mit jeweils mindestens zwei Geschossen und sechs Wohnungen. Auf Nachfrage erklärte Huchler, dass pro Wohnung zwei Parkplätze auf dem Grundstück vorgeschrieben sind. Die Bewohner sollen ihre Fahrzeuge nicht auf der Straße parken müssen. Ebenfalls neu: Es sind nun alle Dachformen im künftigen Neubaugebiet zulässig.

Eine erste artenschutzrechtliche Beurteilung habe ergeben, dass keine bedrohten Tierarten im Neubaugebiet leben. Bei einer Begehung Mitte Februar wurde der Bereich und das nähere Umfeld hinsichtlich Vogelnestern und Brutplätzen inspiziert. In den vorhandenen Bäumen und Gehölz sei nur mit weit verbreiteten und häufigen Vogelarten zu rechnen, steht in dem Bericht.

Für das angrenzende Baugebiet Kreuzäcker war eine Lärmuntersuchung erstellt worden. Um den Prozess zu vereinfachen, erklärte Huchler, habe man diese Werte auch für das Baugebiet Kreuzäcker II zugrunde gelegt. Das Ergebnis: Es wird notwendig, den bestehenden Lärmschutzwall fortzuführen. Dieser ist vier Meter hoch. Zudem werden passive Schallschutzmaßnahmen festgesetzt.

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