Hochdorfer Rat nimmt seine Arbeit auf

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Das ist der neue Gemeinderat in Hochdorf, mit Bürgermeister Klaus Bonelli (hinten r.).
Das ist der neue Gemeinderat in Hochdorf, mit Bürgermeister Klaus Bonelli (hinten r.). (Foto: Gemeinde Hochdorf)
Schwäbische Zeitung

Der Gemeinderat Hochdorf ist am Dienstag in eine neue Amtszeit gestartet. Fünf Jahre lang wird das neue Gremium nun über die Geschicke der Gemeinde bestimmen. Zuvor verabschiedete Bürgermeister Klaus Bonelli noch die sieben ausscheidenden Gemeinderäte.

Er erinnerte daran, dass das Amt des Gemeinderats ein Ehrenamt sei und eine Arbeit sei, die dem Einzelnen viel abverlange. Das werde viel zu oft vergessen. „Die Bereitschaft, seine Zeit und seine Kraft in diese anspruchsvolle Aufgabe zu stecken, um dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen, kann nicht hoch genug geschätzt werden“, so Bonelli. „Eine Gemeinderatstätigkeit kann zuweilen regelrecht aufreibend sein, da machen wir uns nichts vor. Und doch ist es auch eine Aufgabe, die einem etwas zurückgibt.“

In den vergangenen Jahren habe das Gremium einige richtungsweisende Entscheidungen getroffen, unter anderem die Neukonzipierung und grundlegende Sanierung der gemeindlichen Wasserversorgung, immense Investitionen in die Abwasserbeseitigung, zukunftsweisende Entscheidungen in Sachen Klimaschutz mit dem Aufbau und Betrieb des Nahwärmenetzes, der Neubau der Sporthalle, die Sanierung der Gemeindehalle und vieles mehr. Es sei gelungen, die Attraktivität der Gemeinde Hochdorf enorm zu steigern.

Bilanz: Viel erreicht

An die ausscheidenden Gemeinderäte gewandt, sagte er: „Die Bilanz Ihrer Amtszeit, meine Damen und Herren, die Sie alle hier mit mir in diesem Kreis sitzen, kann folglich nur als ausgesprochen positiv und zukunftsweisend für unsere Gemeinde gewertet werden, betrachtet man die vielen Vorhaben, die in Ihren Beratungen zu einem guten Abschluss geführt wurden und nun umgesetzt werden können.“ Dafür wolle er allen danken. Sieben Gemeinderäte verlassen das Gremium. Das sei ein Einschnitt, so Bonelli. Alle hätten ihr fachliches Wissen eingebracht und häufig ihren persönlichen Terminkalender an den Sitzungsterminen orientieren müssen. Auch dafür sprach er seinen Dank aus. Patrick Christ, Alfred Missel und Sascha Günster waren seit 2014 im Gemeinderat. Bei allen dreien habe das Thema Feuerwehr im Fokus gestanden. Otmar Kloos, zehn Jahre Gemeinderat, habe sich vor allem stets für die Vereine eingesetzt. Otto Höbel saß seit 2004 im Gremium. Er sei, so Bonelli, in betriebswirtschaftlichen Dingen ein guter Ratgeber gewesen und habe sich wiederholt für soziale Anliegen engagiert. Christa Creutzfeldt war 20 Jahre lang Gemeinderätin und seit 2014 erste stellvertretende Bürgermeisterin. „ Die drei Wiederwahlen zeugten von Deiner guten kommunalpolitischen Arbeit hier im Gemeinderat.“ Max Huchler war 25 Jahre lang Gemeinderat, sein Vater lange Jahre Bürgermeister der einst selbstständigen Gemeinde Schweinhausen. „Wir konnten uns stets auf Deinen Erfahrungsschatz in vielen Dingen verlassen“, dankte Bonelli.

Nach dieser Ansprache bat er alle sieben zu sich und überreichte ihnen zum Abschied ein Geschenk und eine Urkunde beziehungsweise eine Stele.

Neuer Rat verpflichtet

Im Anschluss wurde der neue Gemeinderat verpflichtet. Bonelli begrüßte vorab die neu Gewählten. „Die Bürger unserer Gemeinde haben Ihnen bei dieser Wahl das höchste Ehrenamt übertragen, das die Gemeindeverfassung kennt“, sagte er. „Dieses Vertrauen verpflichtet Sie in besonderem Maße auf unsere demokratische Grundordnung, insbesondere aber auf das Wohl der Menschen, die in unserer Gemeinde leben.“ In diesem Amt stehe man in einem ständigen Spannungsfeld zwischen den Wünschen und Vorstellungen des einzelnen Bürgers und dem Gesamtwohl der Gemeinde. „Dies sorgfältig und gerecht abzuwägen, ist eine schwere, ja manchmal kaum lösbare Aufgabe.“ Dabei sei stets das Gewicht der Argumente zu beachten, mehr als die Lautstärke, mit der die Forderungen vorgebracht würden.

Zur offiziellen Verpflichtung erhoben sich alle neuen Gemeinderäte und sprachen dazu die offiziellen Worte. Danach trat jeder Gemeinderat vor und erhielt seine Ernennungsurkunde.

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