Gesang und schwäbischer Humor kommen gut an

Lesedauer: 5 Min
 Ein gelungenes Konzert gab der Männerchor Unteressendorf.
Ein gelungenes Konzert gab der Männerchor Unteressendorf. (Foto: Gerhard Rundel)
Gerhard Rundel

Ein schönes und abwechslungsreiches Konzert hat der Männerchor Unteressendorf am Samstagabend in der Gemeindehalle in Unteressendorf gegeben. Für eine gelungene Abwechslung sorgte ein Männerquartett sowie Sänger Otto Merk, der die Besucher mit schwäbischen Geschichten und Reimen unterhielt.

Mit dem Lied „Denn jeder braucht mal eine Pause“ eröffneten die 25 Sänger feinfühlig und klangvoll das Konzert. Vorsitzender Markus Hänle, der den ersten Teil moderierte, begrüßte die Gäste als Freunde des guten Gesangs. „Der Konzertabend soll auch für euch eine Pause und ein Innehalten von der Hektik des Alltags sein“, meinte er. Dirigent Hubert Hänle hatte für das Konzert einen bunten Mix aus ruhigen, klangvollen Liebes-, Wander- und Weinliedern zusammengestellt. „Ich hab das Glück bestellt“, „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ und „Marina“ waren weitere wohlklingende Lieder. Diese wurden von der versierten Pianistin Ulrike Hänle perfekt und gut angepasst begleitet. Alle weiteren Lieder des Abends erklangen als A-cappella-Gesang. „Abendstille in den Bergen“, „La Montanara“ und „Die launige Forelle“ waren die weiteren Lieder des ersten Teiles. Beim in italienischer Sprache gesungenen „La Montanara“ übernahm Hans Hänle den Solopart. „Die launige Forelle“ erklang in vier verschiedenen Stilrichtungen – nach Wolfgang Amadeus Mozarts „kleiner Nachtmusik“, nach Ludwig van Beethovens „Himmel rühmen“, nach Carl Maria von Webers „Freischütz“ sowie im Original.

Als klangvolles Quartett bereicherten die Hänle-Brüder Hubert, Hans und Markus sowie Eberhard Wiek mit „Der Bettelbu“ und „Heut geh ma auf die Alma“ das Konzert. Hier gab es sogar Juchzger, Kuhglocken und den Schrei eines Gockels.

Sänger Otto Merk, der das Publikum zwischendurch mit Reimen und schwäbischen Gedichten unterhielt, hatte durch seine humoristische Vortragsweise das Publikum gleich auf seiner Seite. Mit Witzen und Geschichten brachte der Sänger eine lustige Note in den Konzertabend. Die teils zweideutigen Pointen trafen immer den Geschmack des Publikums

Mit „Der Jäger Abschied“ begann der von Hermann Bitterwolf präsentierte zweite Teil des Konzerts. Bei dem religiös anmutenden Lied „Die Legende von den zwölf Räubern“ übernahm Chorleiter Hubert Hänle den Solopart. Riesiger Beifall war der Lohn für Solist und Chor für das berührende Lied. Mit Liedern von der Jagd, vom Wein und „Das Wandern ist des Müllers Lust“ fand ein gelungener Konzertabend sein Ende. Mit der Zugabe „Abendfrieden“ dankten die Sänger ihrem dankbaren Publikum.

Das gleich ins Auge stechende große Bühnenbild wurde vom 79-jährigen Sänger Otto Steinhauser eigens fürs Konzert gefertigt. Das Motiv: Ein Blick durch die Arkade einer Taverne ins weite Land. „Das Bild soll einen Bezug zum Konzertprogramm darstellen“, sagte Otto Steinhauser. „Berge, Wasser, Wald, Wanderwege und Hänge mit Weintrauben.“

„Es war ein wunderschönes Konzert“, schwärmte Anneliese Wiest, die mit mehreren Kirchenchorkollegen aus Unterschwarzach zu Gast war. „Ich liebe den Gesang und singe seit 67 Jahren im Kirchenchor, erzählt die 80-jährige. „Der Gesang erhält mich jung.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen