Gemeinderat begeht Baustelle

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Architekt Uwe Fischbach (Mitte) informierte vor Ort, wie die Bauarbeiten bisher gelaufen sind und was als nächstes ansteht.
Architekt Uwe Fischbach (Mitte) informierte vor Ort, wie die Bauarbeiten bisher gelaufen sind und was als nächstes ansteht. (Foto: Fotos: Katrin Bölstler)

Zusammen mit Architekt Uwe Fischbach hat sich der Hochdorfer Gemeinderat am Dienstagabend einen Überblick verschafft über den momentanen Stand der Bauarbeiten an der Gemeindehalle.

Der Neubau steht, doch dass auf dieser Baustelle noch viel zu tun ist, ist unschwer erkennbar. Der Innenraum der ehemaligen Gemeindehalle erinnert zurzeit an eine Freiluftarena – kein Dach, die Wände stehen nur noch zum Teil. Allein die Bühne steht, scheinbar unverändert, da, wo sie immer stand. Wie Architekt Fischbach den Gemeinderäten jedoch erklärte, wurde die Bühne mittlerweile verbreitert und bietet bei künftigen Vorführungen deutlich mehr Platz. Momentan ist an der hinteren Wand noch das Bühnenbild erkennbar. Dieses wird jedoch in den nächsten Wochen entfernt.

Nicht mehr zu erkennen ist beim Rundgang, wo sich einst die Küche befand. Zukünftig wird im Neubau gekocht, mit viel mehr Platz für jene, die in der Küche stehen die bedienen. Dahinter in einem kleinen Nebenraum: das künftige Stuhllager, das jedoch auch, wie Fischbach erklärte, genutzt werden kann, um dort Salate oder anderes vorzubereiten.

Danach geht es ins Untergeschoss. Über das Treppenhaus gelangt man zuerst in einen kleinen Raum, den zukünftig der Musikverein nutzen wird. Danach geht es durch einen Durchgang ins Freie. Dort soll sich zukünftig die neue barrierefreie Bushaltestelle befinden, direkt gegenüber vom Rathaus. Das jetzige Bushaltehäuschen wird abgerissen. Der Gehweg, erklärt Fischbach, wird ein Stück weit nach hinten gezogen und verbreitert. Geplant ist, dass der Bus nicht mehr auf der Straße hält, sondern komplett in die Bucht hineinfährt und Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen dort problemlos einsteigen können. Momentan gibt es noch einen großen Höhenunterschied zwischen der Baustelle und der Straße. Dieser muss noch ausgeglichen werden.

Hinter der neuen Bushaltestelle wird sich dann im Haus die Bücherei befinden, ein circa 70 Quadratmeter großer Raum. Da die Bücherei nur wenige Stunden jede Woche geöffnet hat, regte Gemeinderätin Christa Creutzfeldt an, den Raum multifunktional zu gestalten, so dass er auch von anderen genutzt werden kann. Einen Raum weiter, ebenfalls im Untergeschoss, soll sich der neue Nahversorger befinden, ein Lebensmittelladen mit einem kleinen Café. Dieser große Raum wurde früher von der Feuerwehr genutzt. Auch im Außenbereich des Geschäfts, neben dem Ärztehaus, sollen Stühle und Tische in Richtung Straße aufgestellt werden. Laut Bürgermeister Klaus Bonelli gibt es bereits einen ernsthaften Interessenten für den Betrieb des Ladens.

Das Bauprojekt befindet sich laut Fischbach momentan vier Monate im Verzug. Als nächster Schritt sollen die Ausbaugewerke terminiert werden. Nach Ostern werden voraussichtlich die Arbeiten am Dach beginnen. Der Gemeinderat wird in den nächsten Wochen und Monate noch weitere Detailfragen entscheiden müssen. Insgesamt soll das neue Gebäude, so Fischbach während der Besichtigung, mit dem angrenzenden Ärztehaus im Design und in der Farbgebung harmonieren.

Bürgermeister Bonelli gab kurz danach in der Gemeinderatssitzung bekannt, dass mittlerweile Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro bewilligt worden sind.

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