Arbeiten an der Gemeindehalle Hochdorf haben begonnen

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Es wird auch in den nächsten Wochen weitere ehrenamtliche Arbeitseinsätze geben, unter anderem am Samstag, 4. August. Die genauen Termine und Uhrzeiten sind im Gemeindeblatt zu finden.

26 Helfer haben am Wochenende begonnen, mit viel Elan die Hochdorfer Gemeindehalle auszuräumen. Der Gemeinderat vergab am Dienstagabend die ersten Gewerke, sodass die Arbeiten nahtlos ineinander übergehen können. Die Hochdorfer Begegnungsstätte, wie das Gebäude künftig genannt wird, wird in den nächsten Monaten primär technisch und energetisch saniert. Die Mehrzweckhalle bekommt zudem einen Anbau, in dem sich eine Küche befinden wird.

Die Halle wird von den Vereinen und teilweise noch von der Schule und dem Kindergarten genutzt. Jedoch nicht primär zum Sport, sondern eher für Veranstaltungen oder beispielsweise Theateraufführungen. Die ehemalige Feuerwehrgarage im Untergeschoss wird in einen Laden für die Nahversorgung umfunktioniert. Die ehemalige Umkleide soll künftig die katholische Bücherei beherbergen. Diese war bisher im katholischen Gemeindehaus untergebracht. Diese Räume werden aber nun anderweitig benötigt. Wie Architekt Uwe Fischbach der Schwäbischen Zeitung bestätigte, gibt es für den Laden im Untergeschoss bereits einen konkreten Interessenten, einen Bäcker.

Ziel ist es auch, Bauteile soweit wie möglich wiederzuverwenden. Teile der jetzigen Dachkonstruktion, erklärte Fischbach, werden für ein anderes kommunales Bauprojekt verwendet. Kostentechnisch liege das Projekt noch im Rahmen. Die ursprüngliche Kostenschätzung belief sich auf 2,4 Millionen Euro. „Das waren jedoch nur die Kosten für die Halle, jetzt sind noch einige Sonderwünsche dazugekommen und die Kosten für die Platzgestaltung“, erläuterte der Architekt.

Sein Büro hatte die öffentliche Ausschreibung der Gewerbe vorgenommen und die Angebote nun geprüft. Für das Gewerk Teilentkernung und Rückbauarbeiten haben neun Firmen die Ausschreibungsunterlagen angefordert, jedoch nur zwei Unternehmen ein Angebot abgegeben. Die Firma KS Engineering in Laupheim war mit 128 686 Euro der günstigste Bieter, „liegt aber mit rund 48000 Euro über unserer Schätzung“, sagte Uwe Fischbach. Und: Allein 24000 Euro betrage die Differenz beim Abbruch des Daches, mit seinem Aufbau „zu unserer Schätzung“. „Beim Preisansatz sind wir von den Angebotspreisen für die Abbrucharbeiten beim Ärztehaus in Hochdorf ausgegangen“, bekannte Architekt Fischbach.

Angedacht ist, die vorhandenen Träger der alten Halle auszubauen und für ein anderes Bauvorhaben in Unteressendorf wieder zu verwenden. Bei den Abbrucharbeiten des Ärztehauses habe das Abbruchunternehmen die Binder bekommen und konnte sie weiter verkaufen. Dieser Erlös fällt jetzt weg. Im Übrigen lägen die Preise konjunkturbedingt zwischen 10 und 20 Prozent „über unserer Schätzung“ und das erkläre die Differenz zum Kostenansatz, so Fischbach. Mit zwei Enthaltungen entschied sich der Gemeinderat für das Angebot von KS Engineering. Den anderen Vergaben stimmte der Rat jeweils mit einer Enthaltung zu.

Für das Gewerk Dacheindeckung in Leichtmetall war die Firma Schlecht, Öpfingen, mit 50 235 Euro der Günstigste von zwei Bietern. Der Angebotspreis lag mit etwa 9200 Euro über der Kostenschätzung der Architekten. Die Firma G&M in Füramoos war mit 21 599 Euro der günstigste Bieter für den Gerüstbau und lag damit rund 8200 Euro unter dem Schätzpreis. Die Zimmer- und Holzbauarbeiten gingen mit 117 022 Euro an die Willburger GmbH, Bad Wurzach und waren damit zirka 5000 Euro niedriger als die Schätzung.

Neun Firmen haben für die Bauhauptarbeiten die Ausschreibungsunterlagen angefordert und nur zwei ein Angebot abgegeben. Den Zuschlag bekam das Bauunternehmen Stark in Füramoos mit 240 390 Euro. „Diese Angebotssumme überschreitet unseren Kostenansatz um rund 1800 Euro“, sagte Fischbach. Gemeinderat Theo Wiedemann sorgte sich um die Einhaltung der Zeitfenster bei den Firmen. „Wir können froh sein, dass überhaupt Angebote abgegeben wurden“, befand Uwe Fischbach und versicherte, dass die Bauleistungen termingerecht ausgeführt würden.

Es wird auch in den nächsten Wochen weitere ehrenamtliche Arbeitseinsätze geben, unter anderem am Samstag, 4. August. Die genauen Termine und Uhrzeiten sind im Gemeindeblatt zu finden.

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