Die Mitglieder des Kirchengemeinderats und die Künstler freuen sich über den gelungenden Abend in der Gutenzeller Kirche: Karl
Die Mitglieder des Kirchengemeinderats und die Künstler freuen sich über den gelungenden Abend in der Gutenzeller Kirche: Karl Linder (von links), Andrea Heiß, Paolo Oreni, Orgelbauer Stefan Heiß, Lichtkünstler Eckhard Schaaf, Herbert Ackermann und Simon Holzwarth (Schüler und Manager von Paolo Oreni). (Foto: Kirchengemeinde Gutenzell)
Schwäbische Zeitung

Durch Vermittlung des Orgelbaumeisters Stefan Heiß aus Vöhringen hat die Kirchengemeinde Gutenzell ein Orgelkonzert mit dem Orgelvirtuosen Paolo Oreni angeboten. Das Konzert war bei freiem Eintritt als Dankeschön an die großzügigen Spender gedacht, die mit ihrem Beitrag zwei Drittel der 37 000 Euro teuren Orgelrestaurierung übernommen hatten.

270 Besucher kamen zu dem Orgelkonzert. Oreni zog dabei wortwörtlich immer wieder alle Register und improvisierte sich durch die Werke von Bach, Vivaldi, Liszt und Widor. Dabei entwickelte er teilweise eine Geschwindigkeit mit Händen und Füßen, dass man mit dem Auge kaum folgen konnte. Er hatte nämlich spontan eine Kamera auf den Spieltisch gerichtet, sodass man seine Hand- und Fußbewegungen auf einer Leinwand im Kirchenschiff direkt verfolgen konnte. Dabei sahen die Besucher auch, wie er vierstimmig mit Ferse und Spitze über die Pedale fegte. Richtig erholsam waren dann wieder die filigranen kleinen Pfeifentöne in langsamen Passagen oder die Tremoloklänge des Undamaris- Registers.

Als Zugabe verband er in einer Improvisation auf Zuruf des Publikums den Choral „Jesus bleibet meine Freude“ sowie Klänge aus „Der Kuckuck und die Nachtigall“. Welches Potenzial in der Gutenzeller Orgel steckt, oder auch der Königin der Instrumente, wie sie Herbert Ackermann (Stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats) bei seiner Begrüßung genannt hatte, dürfte bei diesem Konzert wohl jedem klar geworden sein. Optisch in Szene gesetzt wurde das Ganze durch den Lichtkünstler Eckhard Schaaf, der den Kirchenraum mit seinen kubischen Lampions in ein gelb-rotes Dämmerlicht tauchte.

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