Wie aus einem Minus ein Plus wird

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 Sie alle freuten sich, dass zwei Defibrillatoren aus dem Winterzauber und Zuwendungen angeschafft werden konnten: Bürgermeister
Sie alle freuten sich, dass zwei Defibrillatoren aus dem Winterzauber und Zuwendungen angeschafft werden konnten: Bürgermeister Jürgen Köhler (links), Karin Frick mit dem Defibrillator, rechts daneben die Vorsitzende der Bürgerstiftung Ertingen, Waltraud Blauw, ihr Mann Günther (Vierter von rechts) sowie die Abordnungen der Vereine, die sich jedes Jahr am Winterzauber beteiligen. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Unter keinem guten Stern stand im vergangenen Jahr der vierte Winterzauber, der von den Ertinger Vereinen initiiert wird. Regen und Kälte hielten viele Besucher ab. Dies wirkte sich auch auf die Einnahmen aus, wodurch in der Kasse unterm Strich ein Minus ausgewiesen wurde. Gute Tradition war bisher, dass die Bürgerstiftung Ertingen den Gewinn verdoppelt und dann einem sozialen Zweck zuführt. Bei einem Minus etwas schwierig, wäre da nicht die Kreativität vom Beiratsvorsitzenden Günther Blauw gewesen, durch den am Ende doch was Positives heraus kam und zwei Defibrillatoren in der Gemeinde angeschafft werden konnten.

Gerade dieser Winterzauber, bei dem kein positives Ergebnis zustande kam, verdiene Dank an alle Vereine, sagte Bürgermeister Jürgen Köhler. „Ich bin stolz auf das, was in Ertingen läuft.“ Dieses Jahr war mit dem Überschuss des Winterzaubers die Anschaffung von Defibrillatoren geplant, die Leben retten können. An den Kosten habe sich auch die Gemeinde sowie die Volksbank beteiligt. Zusammen mit der Spende von 1300 Euro aus der Bürgerstiftung konnten so zwei Geräte finanziert werden. In der Volksbank ist ein Gerät neben dem Bankautomaten installiert und so rund um die Uhr zugänglich.

„Die Geräte sind aufgestellt und das ist das Wichtigste“, freute sich Günther Blauw. Das Engagement der Vereine habe sich daher trotz schlechtem Wetter gelohnt. „Es kann nicht sein, bei Überschüssen ist die Bürgerstiftung dabei und bei Verlusten macht sie sich aus dem Staub“, so der Vorsitzende des Stiftungsbeirates. Den Einnahmen aus dem Fest rechnete er den Zuschuss aus der Stiftung sowie von Bank und Gemeinde hinzu, und nach Abzug der Kosten für die zwei Defibrillatoren ergab seine Rechnung ein Plus von 700 Euro.

Das Geld hätte man gerne an die Stiftung zurückbezahlt, sagte Karin Frick, Chefin des TSV Ertingen und Sprecherin der Vereine. „Doch da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht.“ Dieses Geld verbleibt in der Vereinskasse und kann für einen entsprechenden Zweck verwendet werden. So soll beim fünften Ertinger Winterzauber in diesem Jahr am Eingang zur alten Grundschule ein Art Torbogen aufgebaut werden, durch den die Besucher zum Festort gelangen. „Wir könnten nichts Besseres haben als die Ertinger Bürgerstiftung und die Familie Blauw“, lobte Frick das Engagement der Familie.

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