Weitere Million für Wasserversorgung

Lesedauer: 4 Min

Für den Neufraer Ortsvorsteher Hermann Hennes war es wichtig, dass im Zuge der Erschließung eines Neubaugebiets in seinem Ort d
Für den Neufraer Ortsvorsteher Hermann Hennes war es wichtig, dass im Zuge der Erschließung eines Neubaugebiets in seinem Ort die Rohre für die Wasserverbundleitung im gleichen Zug mitverlegt werden. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Über die schon ausgeführten Maßnahmen und das weitere Vorgehen beim Bau einer Wasserverbundleitung zwischen der Stadt Riedlingen und Ertingen informierte Architekt Markus Wiehl in der jüngsten Sitzung des Ertinger Gemeinderats. Dazu legte er auch eine Kostenberechnung für die noch ausstehenden Arbeiten vor. Der Gemeinderat Ertingen und der Ortschaftsrat Erisdorf stimmten der vom Büro Funk erstellten Planung für die Fertigstellung der Verbundleitung zu.

Darin enthalten ist auch der erste Bauabschnitt, nämlich die Verlängerung der Verbundleitung vom Abzweigeschacht Hofstelle Eberhard bis zum Hochbehälter Erisdof und von der Fall- und Druckleitung bei der Firma Silit in Richtung Gewerbegebiet „Raue Wiesen“ in Neufra. „Für diesen ersten Bauabschnitt wurden etwa 500 000 Euro verbaut“, so Ortsbaumeister Manfred Fiederer.

Zwischenzeitlich hat das Ingenieurbüro Funk auch das noch fehlende Teilstück von der Verbundleitung vom Gewerbegebiet „Raue Wiesen“ in Neufra bis zum Pumpwerk Neufra überplant und dazu eine Kostenberechnung erstellt. Hierzu ist nun der Bau einer separaten Fall- und Druckleitung erforderlich. Als ersten Abschnitt dieses Bereichs wird derzeit im Zuge einer Baugebietserschließung in Neufra die Leitungsverlegung durchgeführt.

Außerdem wird es notwendig, im Bereich des Pumpwerks Neufra ein Zwischenpumpwerk einzubauen, um die entsprechenden Wassermengen von Riedlingen in Richtung Ertingen und umgekehrt zu fördern. Weiter wird es laut Markus Wiehl erforderlich sein, eine separate Druckleitung vom Pumpwerk „Buchauer Bäumle“ in Ertingen bis zum Abzweigeschacht der Hofstelle Eberhart einzulegen, damit die Hofstelle unabhängig von der Verbundleitung mit genügend Wasserdruck versorgt werden kann.

Die Umsetzung dieser ganzen Maßnahme, so der Architekt, erfordere aufgrund des nicht ausreichend vorhandenen Wasserschutzgebietes auch die Außerbetriebnahme des Pumpwerks Neufra beziehungsweise die zukünftige Vorhaltung des Pumpwerks, damit im Notfall mit provisorischen Pumpen Wasser gefördert werden kann. Nach der aktuellen Planung wird somit die zukünftige Trinkwasserversorgung von Neufra und Erisdorf von der Wasserversorgung Riedlingen aus erfolgen.

Laut Kostenberechnung des Ingenieurbüros Funk ist für die noch fehlenden Maßnahmen rund eine Million Euro veranschlagt. Aus den förderfähigen Kosten erhalten aber die Gemeinde Ertingen und die Stadt Riedlingen einen Zuschuss in Höhe von 79,80 Prozent, also 724 185 Euro. Die restlichen Kosten in Höhe von 282 315 Euro sind nach einer Vereinbarung mit zwei Dritteln von Riedlingen und einem Drittel von Ertingen zu tragen. Die Verwaltung wird zudem in Zusammenarbeit mit der Stadt Riedlingen noch eine Vereinbarung ausarbeiten, in der die zukünftige Aufteilung der laufenden Unterhaltungs- und Betriebskosten für diese Wasser-Verbundleitung geregelt werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen