Vermisstes Kind war zu Hause

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Die Donau ist ein ruhiges Gewässer, birgt wegen der Strömung aber auch Gefahren.
Die Donau ist ein ruhiges Gewässer, birgt wegen der Strömung aber auch Gefahren. (Foto: Thomas Warnack)

Ein elfjähriges Mädchen sei vermutlich bei Binzwangen in die Donau gefallen, ist der Rettungsleitstelle am Sonntag gegen 21 Uhr mitgeteilt worden. Der Feuerwehreinsatz konnte jedoch abgebrochen werden: Das Kind war wohlbehalten zu Hause.

Eine Familie hielt sich bei der Binzwanger Sportanlage auf, als plötzlich das Fehlen der elfjährigen Tochter festgestellt wurde. Nachdem die Suche ergebnislos verlief, wurde befürchtet, dass das Mädchen in die Donau gefallen sein könnte, und ein Notruf abgesetzt. Die Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehr aus Ertingen, die Stützpunktfeuerwehr Riedlingen und die Rettungstaucher des DLRG-Bezirks Federsee. Noch auf der Anfahrt konnten die Feuerwehrleute aus Riedlingen und die Taucher den Einsatz abbrechen. Die Angehörigen hatten die Vermisste mittlerweile zu Hause angetroffen: Das Kind hatte beschlossen, allein den Heimweg anzutreten.

Die Ertinger Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen und 20 Mann Besatzung vor Ort und überzeugte sich, dass sich das Mädchen tatsächlich zu Hause befand, berichtet Kommandant Uli Ocker. Er bestätigt, dass die Donau an dieser Stelle wegen der Strömung „nicht ungefährlich“ sei. Allerdings führe der Fluss derzeit wenig Wasser und sei auch nicht allzu tief. Die Ertinger Feuerwehr ist laut Ocker in der Vergangenheit schon öfter zu Wasserrettungsätzen gerufen worden. Zuletzt vor zwei Jahren, als Mitglieder einer Pfadfindergruppe mit ihren Kanus gekentert seien. Man habe auch schon einen Menschen bergen müssen, der ertrunken war – „aber das ist schon länger her.“

Die Ertinger Feuerwehr wird bei Einsätzen am Abschnitt der Donau bei Binzwangen alarmiert. Die Stützpunktfeuerwehr in Riedlingen ist auch für die Wasserrettung ausgerüstet, beispielsweise mit Booten. Taucher stellt die DLRG, die zum Teil aber auch Mitglieder der Feuerwehren.

Noch abklären möchte Ocker, warum die Binzwanger Feuerwehrabteilung nicht alarmiert worden sei: „Da ist irgendetwas schief gelaufen.“

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