Stadtplaner: „Eine einmalige Chance“

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Wolfgang Lutz

Die Gründung eines Zweckverbandes für einen Interkommunalen Gewerbe- und Industriepark hat auch der Gemeinderat Ertingen einstimmig befürwortet. Damit soll das Ziel verfolgt werden, die Region zu stärken und lokale Arbeitsplätze zu schaffen und auch zu erhalten. Mit 42 Hektar bringt die Gemeinde Ertingen dazu den größten Teil an Fläche ein und als Standortgemeinde neben der Stadt Riedlingen stehen ihr sechs Vertreter bei der Zwecksverbandsversammlung zu. Dass die Stadt Riedlingen zwei weitere Vertreter in dieses Gremium entsenden will, stieß nicht gerade auf Verständnis. Über diese zusätzlichen Vertreter wird erst bei der Gründungsversammlung durch die acht beteiligten Kommunen beschlossen.

Im Gemeinderatsgremium von Ertingen war man der Meinung, dass das ganze komplexe Thema ausreichend diskutiert worden sei. Dies zum einen in der Runde der Bürgermeister, zum anderen seien auch die Gemeinderäte von Anfang an einbezogen worden. Daher galt das Augenmerk in der Gemeinderatssitzung vor allem dem Stadtplaner Professor Lothar Zettler, der noch einmal gezielt in der Sitzung auf die Schaffung des regionalen Gewerbe- und Industriestandorts mit rund 80 Hektar in der Region einging.

„Das ist eine einmaligen Chance, die sich in den kommenden Jahren nicht mehr bietet“, so seine Einschätzung. Die Bedingungen würden härter. Ein wichtiger Faktor dabei sei, dass bei einem Interkommunalen Gewerbegebiet auch eine Vorratshaltung an Flächen möglich sei. Ein kommunales Gewerbegebiet dagegen sei nur auf einen klaren Bedarf ausgerichtet. Dazu könne man die benötigten Flächen nach und nach dazu kaufen und langfristig planen. „Eine dezentrale Entwicklung von Gewerbe in den beteiligten Gemeinden, das wollen wir haben“. So müsse es nach Dr. Zettler das Ziel sein, in den kommenden 30 Jahren zu versuchen, genügend Flächen zur Verfügung zu stellen, die geeigneten Firmen anzusiedeln und somit die Schaffung und Sicherung von hochwertigen Arbeitsplätzen anzustreben. Dabei müsse man aber auch immer ein Auge auf die ökologischen und ökonomischen Ressourcen haben. Damit diese interkommunale Zusammenarbeit aber auch funktionieren kann, stehe das Vertrauen an oberster Stelle, so Dr. Zettler. Kommunikation sei die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit, wobei sich alle an gemeinsame Regeln halten müssten.

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