Sanierung verursacht Mehrkosten über 90 000 Euro

Lesedauer: 4 Min
Wolfgang Lutz

Die Sanierung der Ertinger Michel-Buck-Schule wird umfangreicher als vorgesehen. Der Gemeinderat hatte sich in seiner vergangenen Sitzung mit verschiedenen Änderungen und erforderlichen Baumaßnahmen befasst, die nicht alle so in den Planungen vorgesehen waren. Im Verlauf der Bauarbeiten stellte sich aber heraus, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht und die Kosten von rund 90 000 Euro gerechtfertigt sind.

„Wir sind immer bemüht, dort zu sparen, wo es machbar ist und wir schmeißen das Geld auch nicht zum Fenster raus“, war die Antwort von Architekt Jens Kunze auf die Frage von Elke Schänzle. Sie wollte gerne einmal Positives von der Sanierung der Schule hören angesichts der weiteren Ausgaben, die nun auf die Gemeinde zukommen.

Neben Mehrkosten bei der Rauchabzugsanlage von etwa 4500 Euro verursacht auch ein Teilrückbau einer Stahlbetonwand Kosten in Höhe von 20 500 Euro. Bei den Stahlbetonfensterbrüstungen im Innenbereich wurde im Zuge der Sanierung festgestellt, dass hier der Baustahl sichtbar ist. Eine Sanierung der Fensterbrüstungen verursacht Kosten in Höhe von 8000 Euro. Auch der Rückbau sämtlicher Trockenbauwände im Erd- und Obergeschoss ist erforderlich. Da diese Wände bis ans Decken- beziehungsweise Dachtragwerk aufgebaut wurden, ist hierdurch keine Betonsanierung der Rippenunterseite möglich. Somit ist ein Rückbau sämtlicher Trockenwände unumgänglich. Für den Rück- und Neuaufbau dieser Wände schätzt das Architekturbüro Kunze Kosten von rund 48 000 Euro. Allgemein begrüßt wurde auch der Rückbau des Kellerabgangs zum ehemaligen Judoraum. Dadurch will man auch dem Vandalismus und Sachbeschädigungen in diesem Bereich Einhalt gebieten. Für diese Maßnahmen ist mit Kosten in Höhe etwa 10 000 Euro zu rechnen.

Nachdem nun die aktuellen Arbeiten nahezu nach Plan verliefen, wird die Ausschreibung weiterer Bauarbeiten für die Sanierung der Michel-Buck-Schule erforderlich. Dieser zweite Ausschreibungsblock wurde vom Büro Kunze auf etwa 1,5 Millionen Euro berechnet und wird europaweit ausgeschrieben. Darunter fallen Trockenbauarbeiten, die auch die Akustik- und F30-Decken sowie Deckenschotts und Trockenbauwände beinhalten. Weiter werden die Bodenbelags-, Fliesen- und Estricharbeiten ausgeschrieben. Die Verputzarbeiten beinhalten die Außen- als auch die Innenwände sowie Arbeiten an Decken und Fensterbrüstungen. Das Gewerk Malerarbeiten beinhaltet sämtliche Neu- und Überholungsanstriche der Wand- und Stützenoberflächen. Bei den Schreinerarbeiten schreibt die Gemeinde die Herstellung sämtlicher Innentüren, Fensterbänke und Ganzglaselemente aus. Zum Gewerk Schlosserarbeiten zählt auch die Herstellung der Fluchttreppe sowie der erforderlichen Geländer.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen