Reservisten müssen sich im Häuserkampf beweisen

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 Auch Bürgermeister Jürgen Köhler wird sich wieder an den Schießübungen beteiligen. Rechts der Chef der Ertinger Reservistenkame
Auch Bürgermeister Jürgen Köhler wird sich wieder an den Schießübungen beteiligen. Rechts der Chef der Ertinger Reservistenkameradschaft, Hubert Buck. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Wenn in Ertingen Soldaten im Kampfanzug und mit Gepäck durch die Straßen marschieren, weiß man, dass die Reservisten zum Infanterietag geladen haben. Ein sportlich-militärischer Wettkampf, bei dem sich Reservisten aus dem ganzen süddeutschen Raum und darüber hinaus an zehn Stationen messen und dabei etwa 15 Kilometer mit vollem Marschgepäck zurücklegen müssen. „Wir haben wieder alles dafür getan, damit es eine sportliche Herausforderung für jeden Soldaten sein wird“, sagt der Chef der Ertinger Reservistenkameradschaft, Hubert Buck.

Was es bedeutet, einen solchen Infanterietag aus zu richten, kann man schon daran ersehen, dass dafür allein schon 110 Helferinnen und Helfer gebraucht werden. Unterstützung bekommen die Ertinger alljährlich von befreundeten Kameradschaften wie aus Marbach, Uttenweiler, Bad Buchau, Wackerer Schwabe, RAG Hoss, Riedlingen und von der Bundeswehr aus Ummendorf. 40 Mannschaften werden wieder mit etwa 120 Soldaten an den Start gehen und damit ist man Veranstalter eines der größten und bekanntesten Infanterietage, die in Deutschland ausgerichtet werden.

15 Kilometer in voller Montur

Beginn ist schon frühmorgens um 6 Uhr am Samstag, 29. Juni, im Hof der alten Grundschule in Ertingen. Von hier aus werden die Wettkämpfer zu zwei verschiedenen Startpunkten gefahren, die den Reservisten vorher nicht bekannt gegeben werden. Von hier aus geht es jeweils auf die sieben Kilometer lange Laufstrecke. Da alle Soldaten von beiden Startpunkten aus je einmal auf die Strecke gehen müssen, sind also rund 15 Kilometer Marschweg in voller Montur zu bewältigen. An insgesamt zehn Stationen müssen die Wettkämpfer heuer vor allem beim Schießen ihre Treffsicherheit beweisen. Ob am Standardgewehr, Pistole oder Panzerfaust, es wird auf allen Waffen der Bundeswehr geschossen. Dazu kommt noch eine reine Sanitätsstation, die das Bundeswehr-Krankenhaus Ulm betreibt.

Anspruchsvolle Strecke

Auf die Soldaten warte eine anspruchsvolle Strecke, bei der auch der Häuserkampf und das Element Wasser eine Rolle spiele, kündigt Hubert Buck an. Zur Siegerehrung um 18 Uhr beim Zelt an der Grundschule wird Prominenz aus Politik und Militär erwartet. Neben den besten drei Mannschaften erhält auch die Mannschaft mit der besten Treffsicherheit einen Pokal von General Peter Nagel und das Bundeswehrkrankenhaus Ulm vergibt ebenfalls einen Pokal für die beste Leistung an der Sanitätsstation.

Für die Soldaten und vor allem auch für die ganze Bevölkerung wird bei der Alten Grundschule durchgehend bewirtet. Feldkoch Thomas Haag wartet mit Linsen, Spätzle und Saiten aus der Feldküche auf. Zudem spielt ab 15 Uhr der Musikzug aus Ulm zur Unterhaltung.

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