Ortsdurchfahrt soll neu gestaltet werden

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Für einen Kreisverkehr ist in Ellenberg zu wenig los. Es müssten doppelt so viele Autos durch den Ort fahren.
Für einen Kreisverkehr ist in Ellenberg zu wenig los. Es müssten doppelt so viele Autos durch den Ort fahren. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Wolfgang Lutz

In der jüngsten Gemeinderatssitzung lag die vom Büro Funk ausgefertigte Entwurfsplanung für die Umgestaltung der Ertinger Ortsdurchfahrt im Bereich des „Engel“-Areals auf dem Tisch. Da ein ausstehendes Gutachten über die künftige Nutzung des Geländes noch aussteht, löste das geplante Vorhaben eine angeregte Diskussion unter den Räten aus. Bei drei Enthaltungen stimmte das Gremium der Entwurfsplanung und damit der Durchführung der Maßnahme zu. Dafür ist mit Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro zu rechnen. Um in den Genuss von Geldern aus dem Landessanierungsprogramm zu kommen, sollen die Gewerke zeitnah ausgeschrieben werden.

Hauptbestandteil der vorgesehenen ortsbildprägenden Baumaßnahme ist die Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Bereich „Engel“-Areal bis Einmündungsbereich Michel-Buck-Straße/Herbertinger Straße/ Hüttenlache. Zentraler Punkt dabei der Kreisverkehr nebst geplanten Bushaltestellen und entsprechenden Gehwegen beidseitig. Dazu kommt noch eine Stichstraße, die in das „Engel“-Areal führen soll. Im Zuge dieser Maßnahme sind hier auch die kompletten Versorgungsleitungen wie zum Beispiel Kanal- und Wasserleitungen sowie Straßenbeleuchtungsanlage vorgesehen. Laut Architekt Markus Wiehl vom Ingenieurbüro Funk entstehen für die komplette Ausführung der genannten Arbeiten Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro.

Gemeinderätin Elke Schenzle wollte in der Diskussion wissen, ob dies die endgültige Planung sei oder ob nach Eintreffen des Gutachtens die Pläne geändert werden müssen. „Egal, was da noch kommt, an der Straßenführung selbst wird sich nichts ändern, zudem sollten wir den zu erwartenden Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm nicht entgehen lassen“, so Bürgermeister Jürgen Köhler. Bis Ende April habe man so die Chance auf die Gelder: „150 000 Euro – das ist Geld.“ „Solange das Gutachten nicht vorliegt, würde ich nicht bauen“, warnte Armin Vogel. „Die Kanäle aus Richtung Herbertingen und Binzwangen müssen wir eh machen, und jetzt bekommen wir dazu noch für die Straße einen Zuschuss“, war die Meinung von Thomas Karthan. So ein Projekt zu verschieben und dazu noch Geld zu verschenken, hielt auch Armin Höninger nicht für sinnvoll. Auf die Finanzsituation der Gemeinde eingehend, müsse man konsequenterweise das Projekt verschieben, so Armin Vogel. „Geld haben wir – es kommt nur darauf an, für was wir es ausgeben“, stellte Kämmerin Elisabeth Haupter fest, nachdem sich Gerhard Binder nach den Finanzen der Gemeinde erkundigte.

„Lassen wir alles so liegen, wie es es ist und bauen vielleicht in fünf oder zehn Jahren weiter, oder nehmen wir den Zuschuss und gehen das Vorhaben an?“, stellte Bürgermeister Jürgen Köhler in den Raum. Bei einer Verschiebung der Maßnahme käme man mit Blick auf eine Bezuschussung in ein großes Zeitproblem, so Ortsbaumeister Manfred Fiederer. Bis April 2019 müsse die Ortsdurchfahrt abgerechnet sein, daher mache es keinen Sinn, das Verfahren zu stoppen. „Da ist ein sportliches Programm, daher müssen wir zügig ran gehen“, so Fiederer.

Vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird, dass auch die vom Ingenieurbüro Funk erstellte und jetzt genehmigte Entwurfsplanung noch von einem neutralen Gutachter geprüft werden muss. Aufgrund dieser Prüfung erfolgt dann die Zustimmung des Straßenbaulastträgers zur geplanten Maßnahme. Diese Prüfung wird das Konstanzer Büro Rapp zum Preis von und 3200 Euro durchführen. Parallel dazu werden die Gewerke Erd-, Kanalisations- und Straßenarbeiten, Wasserleitungsinstallation und Elektroarbeiten (Straßenbeleuchtung) zeitnah öffentlich ausgeschrieben.

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