Mehr Spaß beim Basteln und Werkeln in Gesellschaft

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 Unter Anleitung von Christine Hinderhofer (hinten links) wird in der Frauenwerkstatt gebastelt und gewerkelt.
Unter Anleitung von Christine Hinderhofer (hinten links) wird in der Frauenwerkstatt gebastelt und gewerkelt. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Das soziale „Netzwerk miteinander“ in Binzwangen verfügt über ein reichhaltiges Portfolio, das sich vor allem durch die Hilfe und das Engagement für und mit Menschen auszeichnet. Mit eingebettet dabei auch eine „Frauenwerkstatt“. Einmal im Monat, vor allem in der Winterzeit, treffen sich dabei Frauen jeden Alters, um einfach in locker-ungezwungener Atmosphäre zu basteln und zu werkeln. Dabei kommt der Spaß und Freude nicht zu kurz, wie sich auch am Montag Abend im Gasthaus „Eck“ zeigte, wo die Frauenrunde ihren Treff hatte.

Es ist kurz vor 19 Uhr. Christine Hinderhofer, die für diese Abend verantwortlich zeichnet, wartet voll bepackt mit allerlei Bastelmaterial im Gasthaus „Eck“ auf weitere Mitstreiterinnen. Kommt jemand, kommt niemand? Aber keine Angst, schon geht die Tür auf und zwei jüngere Frauen steuern den großen Tisch an, auf dem heute noch einiges gebastelt werden soll. Fünf Minuten später ist die Runde mit zehn Frauen komplett, sehr zur Freude von Christine Hinderhofer. Daheim hatte sie schon mal vorgearbeitet und aus ihrer Tasche holt sie kunstvoll gestaltete Ornament-Kugeln aus Papier hervor. Das wäre ihr Vorschlag zum Nachmachen für den heutigen Bastelabend. Interessiert schaut die Frauenrunde, wie hierfür das Papier zugeschnitten, der Faden für die Aufhängung eingeklebt wird und wie das gute Stück aufgehängt wirkt.

Doch bevor sie sich für die Kugeln entscheiden können, packen sie diverse Broschüren auf den Tisch, aus denen man Ideen sammeln und Anleitungen für allerlei Dekoartikel abschauen kann. „Sollten wir nicht noch einmal filzen heute Abend?“, fragt eine Teilnehmerin in die Runde, denn anscheinend hat sie beim letzten Frauentreff gefehlt. Aber auch eine Betonschale für Ostern und dazu ein Korbgeflecht wären denkbar und werden ins Gespräch gebracht. Und schon werden Handys gezückt und durchgereicht, denn man hat schon entsprechende Vorlagen gefunden. Möglich wäre alles, so Christine Hinderhofer, denn ob mit Beton, Weiden, Holz, Filz oder Wolle, man habe schon mit verschiedenen Materialien gearbeitet. Muster gefällig? Und schon zeigt sie tolle Kunstwerke auf ihrem Handy, die „ihre“ Frauen gefertigt haben.

Aber nicht nur basteln und werkeln stehen bei der Frauenwerkstatt auf dem Programm. „Angefangen haben wir im Jahr 2012 mal mit dem Brötle-Backen, dann kamen Kräutervorträge hinzu, ein Kochkurs in der Schule und auch kleinere Ausflüge haben wir unternommen“, strahlt Christine Hinderhofer. Stolz ist sie auch auf das Fasnetsfrühstück, das die Frauen alljährlich initiieren und auch die Hilfe bei der Landjugend beim Maibaumkranzen gehört zum Jahresprogramm. Daher ist die Frauenwerkstatt an kein Alter der Teilnehmerinnen gebunden und man freue sich immer über Zuwachs in der Gruppe.

Doch jetzt wird es ernst. Diverse Schnittmuster machen die Runde, damit die Frauen loslegen können, mit den Ornament-Kugeln, die Christine Hinderhofer an diesem Abend zum Nachbasteln vorgeschlagen hatte. Es wird ruhig in der Wirtschaft, die Frauen arbeiten hochkonzentriert, wollen sie doch am Ende des Abends etwas Vorzeigbares mit nach Hause bringen. „Ha jo, freile, henget mir des dahoim auf“, kam es wie aus der Pistole geschossen aus der Frauenrunde. Ja, das dürfen sie gern machen, denn es sind kleine Kunstwerke, die in lustig-froher Runde geschaffen wurden. Doch dann wurde noch beschieden, dass es im Rahmen der Frauenwerkstatt auch einen offenen Binokelabend gibt, den Uschi Failenschmidt-Dilse anbietet. Am 22. März erwartet sie die Teilnehmer dazu im „Eck“. „Warm anziehen“, hat sie noch empfohlen, denn „beim Binokel bin i ziemlich guat“.

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