Klaus Binder als Erisdorfer Ortsvorsteher vorgeschlagen

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 Bürgermeister Jürgen Köhler (von links) würdigte das Engagement ausscheidender und aktueller Erisdorfer Ortschaftsräte: Tobias
Bürgermeister Jürgen Köhler (von links) würdigte das Engagement ausscheidender und aktueller Erisdorfer Ortschaftsräte: Tobias Lemke, Stefan Maichel, Daniel Holstein, Klaus Binder, Peter Binder, Daniel Wittek, Hans Obert und Wolfgang Mohn. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

In der letzten Sitzung des bisherigen Erisdorfer Ortschaftsrats hat Ertingens Bürgermeister Wolfgang Köhler vor allem das ehrenamtliche Engagement von vier langjährigen Mitgliedern gewürdigt. Sie haben sich in den vergangenen zehn und 15 Jahren als Ortschaftsräte für die Belange der Bürger und Gemeinde eingebracht. Nach der Vereidigung des neu gewählten Gremiums wurden auch die Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt. So wurde Klaus Binder als Ortsvorsteher und Hans Obert als sein Stellvertreter vorgeschlagen, was vom Gemeinderat Ertingen noch bestätigt werden muss.

Zu Beginn der Sitzung war es für Ortsvorsteher Klaus Binder ein Anliegen, auf die wichtigsten Vorhaben im Ort einzugehen. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass in Erisdorf viel in Eigenleistung geschaffen wurde, worauf nicht nur der Ortsvorsteher stolz ist. Nach dem Abbau der Sirene auf dem Rathausgebäude wurde ein Storchennest gebaut, das gut bei der Bevölkerung ankommt und auch gleich von den Vögeln in Beschlag genommen wurde. „Es hat was geholfen, denn schon zwei Kindergärtnerinnen freuen sich ebenfalls auf Zuwachs“, sagte Klaus Binder schmunzelnd. Der Fußweg zwischen dem Dorfplatz und dem Baugebiet „Hinter den Gärten“ war den Erisdorfern wichtig, wie auch der Anbau an das bestehende Feuerwehrgerätehaus, der auch den Vereinen zugute kommt. Gleich daneben: der Spielplatz in der Dorfmitte. Auch hier wurde viel Eigenleistung erbracht wurde. Zu den drei „dicksten Brocken“ zählt auch der Hochwasserschutz mit Planung und Grunderwerb, wobei die Ausschreibung demnächst erfolgt. Der Fußweg in der Ortsdurchfahrt war den Ortschaftsräten ebenfalls ein wichtiges Anliegen, genauso der Grunderwerb für die Erweiterung des Baugebiets „Hinter den Gärten II“.

Bürgermeister Jürgen Köhler sprach von einem sehr guten, konstruktiven Miteinander, das man in den vergangenen fünf Jahren gepflegt habe. Dabei sei er immer viel in Kontakt mit Ortsvorsteher Klaus Binder gewesen. Man müsse an dieser Stelle einfach mal die Eigenleistungen in dem Ortsteil hervorheben, die nicht zuletzt auch vom Gemeinderat anerkannt würden. „Eine tolle Sache“, so Köhler. Dank galt auch den Grundstückseigentümern, die es möglich machten, dass nun der Hochwasserschutz mit Rückhaltebecken in Angriff genommen werden kann. Wichtig für Erisdorf sei auch die Schaffung von neuem Bauland und natürlich der Gehweg- und komplette Fahrbahnausbau in der Ortsdurchfahrt. Dass Sanierungsbedarf auch beim Rathausgebäude vorhanden sei, machte Ortsvorsteher Binder klar. „Aber Schritt für Schritt und es ist doch gut gelaufen die letzten fünf Jahre.“

Zehn Jahre gehörte Tobias Lemke dem Ortschaftsrat Erisdorf an und wurde nun nach seinem Ausscheiden gewürdigt, zum einen durch den Gemeindetag und zum andern durch die Verleihung der Bronzenen Ehrennadel der Gemeinde Ertingen. Ortsvorsteher Klaus Binder: „Dir gebührt Dank und Anerkennung, Du hast Dich immer gut im Gremium eingebracht.“ Für ihn rückt Hans Obert in das siebenköpfige Ortschaftsratsgremium nach. Ebenfalls die Bronzene Ehrennadel der Gemeinde Ertingen heftete der Bürgermeister Peter Binder an, der seit zehn Jahren dem Ortschaftsrat angehört. Silber hatte Köhler für Wolfgang Mohn und Klaus Binder. Sie leisten seit 15 Jahren ehrenamtliche Dienste im Erisdorfer Ortsgremium.

Nachdem Bürgermeister Jürgen Köhler dem neu gewählten Ortschaftsrat den Amtseid abgenommen hatte, bedankte er sich bei allen, die sich zur Wahl gestellt haben: „Es ist schön, dass Sie sich für Ihren Ort, für Ihre Bürger einsetzen.“ Köhler wünschte sich auch weiterhin ein gute und konstruktive Zusammenarbeit. „Wir haben viel vor, das umzusetzen, was beschlossen ist.“ Hier warb er vor allem um möglichst viele Anschlüsse beim Glasfaserausbau, denn zusammen mit Ertingen müssen 850 Anschlüsse gezeichnet werden.

In offener Wahl wurden dann Klaus Binder als Ortsvorsteher und Hans Obert als sein Stellvertreter vorgeschlagen, was dann in der nächsten Gemeinderatssitzung bestätigt werden muss. „Wir müssen versuchen, auch in Zukunft möglichst viel zu erreichen“, so das Schlußwort Binders. An Wünschen mangelt es scheinbar nicht und seine Liste ist „nach oben offen“.

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