Finanzierungskonzept steht

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 Zwischen dem Rathausgebäude und der Binsenberghalle sollen die neuen Gemeinschaftsräume gebaut werden.
Zwischen dem Rathausgebäude und der Binsenberghalle sollen die neuen Gemeinschaftsräume gebaut werden. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Wie sehr die Binzwanger Bevölkerung hinter dem Projekt „Neue Räume für Gemeinde, Vereine und Kirche“ steht, zeigte sich an der großen Teilnahme in der Gemeinderatssitzung. Am Ende spendeten sie Beifall, denn der Gemeinderat konnte sich mit der Vorstellung des Finanzierungskonzeptes anfreunden. Die Kostenschätzung vom Februar 2018 beläuft sich auf 927 500 Euro, die sich die Kirchengemeinde, das „Netzwerk“ und die bürgerliche Gemeinde teilen.

Das Büro Schirmer hatte zwei Planungsvarianten eines möglichen Neubaus von Gemeinschaftsräumen zwischen dem Rathaus und der Binsenburghalle vorgestellt. Die Ortsverwaltung befürwortet einen solchen Gemeinschaftsraum, der von der Kirchen- als auch weltlichen Gemeinde sowie vom sozialen Verein „Netzwerk“ genutzt werden soll. Nicht geklärt waren in der Sitzung im Februar 29 018 die Finanzierungs- und Betriebskosten dieses Vorhabens. Inzwischen haben diverse Gespräche mit den beteiligten Gruppen und dem Bischöflichen Ordinariat statt gefunden, deren Ergebnisse nun dem Gemeinderat in der Sitzung vorlagen.

Das Finanzierungskonzept sieht nach einer Kostenschätzung vom 1. Januar 2018 bereinigte Gesamtkosten in Höhe von 885 000 Euro vor. Der Neubau wird mit 650 000 Euro veranschlagt. Davon trägt die Kirchengemeinde 325 078 Euro, der Verein „Netzwerk“ 227 554 Euro und die bürgerliche Gemeinde 97 523 Euro. Damit verbunden ist auch die Sanierung des Altbaus mit Kosten in Höhe von 234 834 Euro. Auf die Kirchengemeinde entfallen 58 710 Euro, Verein „Netzwerk“ 41 097 Euro und bürgerliche Gemeinde 135 034 Euro. Da der Verein „Netzwerk“ nur 100 000 Euro aufbringen kann, wird der übersteigende Betrag von Kirche und Gemeinde je zur Hälfte übernommen. Somit ergibt sich laut Kostenschätzung des Büros Schirmer und Partner folgende Finanzierung: Kirchengemeinde 458 115 Euro, Netzwerk 100 000 Euro und die Gemeinde trägt 316 884 Euro. Zudem übernimmt die Kirchengemeinde die laufenden Betriebskosten. Nicht beteiligen wird sie sich an den Kosten der Gebäudeunterhaltung. Eigentümerin des Anbaus wird wie beim Altbau die Gemeinde sein.

Diesem Finanzierungskonzept stimmte der Gemeinderat zu, und die Verwaltung wird eine Finanzierungs- und Nutzungsvereinbarung mit der Katholischen Kirchengemeinde, dem Verein „Netzwerk Miteinander“ sowie der Gemeinde erstellen. Das Architekturbüro Schirmer und Partner wird den Vorentwurf mit den beteiligten Parteien überarbeiten und eine konkrete Kostenschätzung erarbeiten. Die Verwaltung wird parallel dazu eine Förderung über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) anstreben und versuchen, an weitere Zuschusstöpfe zu gelangen.

Bürgermeister Jürgen Köhler sprach von einem schlüssigen Konzept, und Max Miller sah darin eine positive Lösung, bei der auch die Unterhaltungsfrage geklärt sei. Pfarrer Peter Häring erwartet einen Kostenanstieg, und auch hier sollen sich die Gemeinde und die Kirche diese Mehrausgaben teilen. „Das Konzept ist sehr gut“, war die Meinung von Armin Höninger und Ortsvorsteher Wolfgang Gaber sprach von einem zukunftsträchtigen Projekt, das zwischen Kirche und Gemeinde gemeinsam geschaffen werde.

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