Ertinger Schule erhält 2. Landespreis

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Gruppenbild bei der Verleihung des 2. Platzes an die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule, Ertingen (von links): Andreas Stoch (Kultu
(Foto: Hertie-Stiftung / Gerald Ulmann)
Schwäbische Zeitung

Die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule in Ertingen hat den zwiten Landespreis des bundesweiten Schulwettbewerbs „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ gewonnen. Lehrkräfte und Schüler nahmen am Montag in Stuttgart von Andreas Stoch, Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, die Preise entgegen. Der zweite Preis ist mit 3500 Euro dotiert.

Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schüler auf die Berufswelt leisten und wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchge-führt. Den ersten Preis hat die Pfingstbergschule aus Mannheim erhalten.

Besonderes Engagement gewürdigt

„In den künftigen Bildungsplänen stärken wir die Berufsorientierung, damit die Schulen ihre Schülerinnen und Schüler intensiv auf dem Weg ins Berufsleben begleiten können. Dabei geht es sowohl um Kompetenzerwerb als auch um Persönlichkeitsentwicklung. Die prämierten Schulen zeigen bereits heute mit ihren innovativen Konzepten ein besonders Engagement in diesem Bereich“, sagt Kultusminister Andreas Stoch und gratuliert den Schulen und ihren Partnern aus Kommunen, Wirtschaft und Gesellschaft zu ihrem Erfolg.

Den mit 5000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Pfingstbergschule in Mannheim. Die Schule überzeugte die Jury durch ihren besonderen Einsatz bei der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler, die sie mit zahlreichen Angeboten unterstützt. Die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule in Ertingen erreichte den zweiten Platz und erhält für ihr Engagement im Bereich Berufsvorbereitung 3500 Euro. So gibt es an der Schule ein eigenes Berufsinformationszentrum (BiZ). Mit dem dritten Platz und 2000 Euro wurde die Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule in Weinheim für ihre Schwerpunktbildung in den Bereichen Soziales, Mitei-nander, Akzeptanz, Respekt und Toleranz (SMART) ausgezeichnet.

Neben den Geldpreisen profitieren die Schulenauch von der Aufnahme in das länderübergreifende Netzwerk. Vier Jahre lang erhalten Lehrkräfte und Schulleiter Zugang zu zahlreichen akkreditierten Fortbildungen zur Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Das Netzwerk hat sich so zu einem Forum entwickelt, in dem sich Lehrkräfte austauschen, qualifizieren und über Bundeslandgrenzen hinweg an der Schule von morgen arbeiten.

„Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und der Lehreraus- und Lehrerfortbildung an der Weiterentwicklung von Schulen zu arbeiten. Zugleich profitieren die Lehrkräfte in unserem Netzwerk und erhalten Impulse zu aktuellen Herausforderungen wie Inklusion, Schulstrukturreformen und Ganztagschule“, sagt Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Projektpartner.

Bewerben konnten sich alle allgemein bildenden Schulformen, die zur Ausbildungsreife führen. Aus den rund 650 Einsendungen hat die Jury mit Experten aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf Basis der schriftlichen Bewerbungen und über 60 Schulbesuchen die Landessieger ermittelt. Bei ihrer Entscheidung bewertete die Jury, wie Schulen und Lehrkräfte Grundlagen schaffen, Begabungen ausbauen, Übergänge meistern und Netzwerke nutzen. Die jeweiligen regionalen und soziokulturellen Rahmenbedingungen wurden berücksichtigt.

Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die Pfingstbergschule aus Mannheim nun die Chance auf den Bundessieg, der im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 21. April 2015 in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck bekannt gegeben wird.

Weitere Informationen unter:

www.starkeschule.de

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