Ertinger Reservisten stellen sich neu auf

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Der neue Vorstand der Ertinger Reservistenkameradschaft (von links): Schriftführer Joachim Wiedergrün, Ausschußmitglied Alexand
Der neue Vorstand der Ertinger Reservistenkameradschaft (von links): Schriftführer Joachim Wiedergrün, Ausschußmitglied Alexander Möhrle, der 2. Vorsitzende Stephan Jäggle, Kassier Ulrich Mischke, 3. Vorsitzender Frank Deiß, Vorsitzender Hubert Bu (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung
Wolfgang Lutz

Erfreut zeigte sich Versammlungsleiter Hans Petermann, dass die Hauptversammlung der Reservistenkameradschaft Ertingen so gut besucht war. Im Schützenhaus fanden sich 50 Kameraden ein, wobei die Neuwahl der kompletten Vorstandschaft im Vordergrund stand. „Mir wir war es wichtig, dass junge Mitglieder sich in die Vorstandschaft wählen lassen und Verantwortung übernehmen“, so der Chef der Ertinger Kameradschaft, Hubert Buck. Mit 162 Aktiven sind die Ertinger wohl eine der stärksten Gruppen im Land und wohl auch eine der aktivsten, was auch dem Bericht von Hubert Buck zu entnehmen war.

Es sind viele Veranstaltungen, die die Reservistenameradschaft die letzten vier Jahre auf die Beine gestellt hat. Auftakt ist traditionell das Schießen um den Donau-Bussen-Pokal, an dem im vergangenen Jahr 24 Mannschaften teilnahmen und aus dem Johannes Warmke als bester Schütze hervorging. Jedes Jahr steht auch das Neujahrsschießen in Altheim auf dem Programm, das immer guten Anklang bei den Kameradschaften aus der Umgebung findet. Wichtigste Veranstaltungen, um zu den Mitgliedern Kontakt zu halten, aber vor allem die neun Reservisten-Kameradschaftsabende, die jährlich auf durchgeführt werden. Hier stoßen vor allem die verschiedenen Beiträge von Kameraden auf großes Interesse. Nicht vergessen werden von der Kameradschaft auch die verstorbenen Mitglieder, denen man einen Gedächtnismarsch widmet. Zu weiteren Aktivitäten zählen auch immer wieder interessante Besichtigungen, ob Hymer-Museum, Liebherr, Steinhart oder Großbäckerei Steib, solche Ausflüge kommen bei den Reservisten als auch bei deren Angehörigen gut an.

Bundesweit wohl einmalig in der Ausführung und auch Beteiligung ist der jährliche Infanterietag. Für diesen sportlich-militärischen Wettkampf lassen ich die Ertinger jedes Jahr etwas Neues einfallen. Vergangenes Jahr, so Hubert Buck, beteiligten sich 41 Mannschaften aus ganz Süddeutschland an diesem Wettkampf, bei dem erstmals auch eine Drohne eingesetzt wurde.

Schwerpunkt im Jahresablauf der Ertinger Reservisten auch die Truppenbesuche, Arbeitseinsätze und Besichtigungen. Ob beim Militär in Sonthofen, beim Gebirgsbataillon in Füssen mit Vorführung einer Aufklärungsdrohne oder auch bei einem viertägigen Aufenthalt in Südtirol und einem Kameradschaftsabend, die Unternehmungen waren vielseitig. Im vergangenen Jahr hatten Friedrich Fensterle und Hans Petermann zudem einen Kriegsgräbereinsatz am Lingenkopf in Frankreich organisiert. Zusammen mit Freunden aus der Ertinger Partnergemeinde Granges ein eindrucksvolles Erlebnis. Überrascht wurden die Reservisten hier auch durch den Besuch von Bürgermeister Jürgen Köhler und General Wolfgang Schneiderhan. Auch der Marsch zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkrieges von Uttenweiler nach Obermarchtal stieß mit 40 Teilnehmern auf großes Interesse bei der Ertinger Kameradschaft.

Bei der Hauptversammlung galt es aber auch, die Weichen für die nächsten vier Jahre zu stellen. Josef Rettich vom Reservistenverband fungierte dabei als Wahlleiter und hatte kein allzu schweres Amt, denn im Vorfeld wurde gut vorgearbeitet. Und so setzt sich das neue Führungsgremium die nächsten vier Jahre zusammen: Vorsitzender Hubert Buck, 1. Stellvertreter Stephan Jäggle, 2. Stellvertreter Frank Deiß, Kassier Ulrich Mischke, Schriftführer Joachim Wiedergrün, RAG-Vorsitzender Martin Möhrle, Ausschussmitglieder Hermann Fensterle, Thomas Fensterle, Alexander Möhrle und Hermann Schmid.

Am 23. Juni, so Vorsitzender Hubert Buck in seiner Vorschau, findet wieder der Ertinger Infanterietag statt. Dazu seien schon fast alle Anmeldungen eingegangen. Man müsse hier eine Begrenzung von 50 Mannschaften einhalten, um diesen Ansturm von Reservisten bewältigen zu können.

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