Ertinger Reservisten nehmen den Eurofighter unter die Lupe

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 Die Ertinger Reservisten beim Besuch des Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg/Donau.
Die Ertinger Reservisten beim Besuch des Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg/Donau. (Foto: Reservistenkameradschaft)
Wolfgang Lutz

Einen erlebnisreichen Tag erlebten 37 Mitglieder der Reservisten-Kameradschaft Ertingen bei einem Besuch in der Wilhelm-Frankl-Kaserne in Neuburg an der Donau. Dort ist auch das Taktische Luftwaffengeschwader 74 angesiedelt, zu dem 42 der modernsten Kampfflugzeuge gehören, nämlich den Eurofighter. Ihm galt das größte Interesse der Reservisten, aber auch sonst war man an diesem Standort „bestens aufgehoben“, wie Hubert Buck, der Chef der Ertinger Reservisten, feststellte.

Zustande kam diese Multiplikatorenfahrt beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74 vor allem durch die Kontakte, die man zum Karrierecenter Ulm der Bundeswehr pflegt. Dieses ist alljährlich beim Infanterietag in Ertingen zu Gast und stößt laut Stabsfeldwebel Marco Lössel immer auf großes Interesse. „Noch nie so viele Personen wie in Ertingen zeigten beim letzten Mal Interesse an Informationen rund um die Bundeswehr“, so Lössel. So ergab sich dann auch die Möglichkeit, dass die Ertinger Reservisten einmal einen Tag beim Luftwaffengeschwader in Neuburg an der Donau verbringen durften. Doch bis es soweit war, mussten die Teilnehmer drei Wochen vorher eine Sicherheitsprüfung durch den MAD über sich ergehen lassen.

Am Standort selbst galt das Interesse vor allem dem Eurofighter. Die Technik, die Einsatzmöglichkeiten und sonstige Verwendung wurde erklärt und die Starts und Landungen waren für die Teilnehmer beeindruckend an zu sehen. Dieses Flugzeug, das größtenteils aus Carbon gefertigt ist, benötigt nur 370 Meter Startbahn, um aus dem Stand in die Senkrechte bis zu einer dreifachen Schallgeschwindigkeit abzuheben. Bestückt wird im Ernstfall die Maschine mit Luftabwehrraketen mit einer Reichweite bis zu 100 Kilometern. 42 solcher Kampfjets sind in Neuburg stationiert, von denen drei immer im Einsatzmodus bereitstehen. Das Bild von nicht einsatzfähigem militärischem Gerät wurde dann durch die Aussage von Stabsfeldwebel Klein revidiert. Innerhalb einer halben Stunde wären die restlichen 38 Maschinen startklar.

Ein weiterer Besuch galt auch einem Museum auf dem Standort, wo die ganze Luftfahrtgeschichte dargestellt ist. Auf einem separaten Gelände hat die Bundeswehr auch einen Gebäudekomplex errichtet, für dessen Innenleben die Truppe aus dem Schwäbischen fasziniert war. Ein Flugsimulator bietet hier Ausbildungs- und Einsatzbedingungen, bei der Starts und Landungen simuliert werden, die der Realität entsprechen. Nachdem dann die Reisegruppe auch noch bestens verpflegt war, dankte Hubert Buck vor allem Stabsfeldwebel Marco Lössel vom Karrierezentrum Ulm. Er hatte die interessante Exkursion maßgeblich organisiert und erhielt dann dafür auch ein Geschenk von den Ertinger Reservisten.

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