Ertingen und Granges-Aumontzey zelebrieren enge deutsch-französische Partnerschaft

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 Die Gemeinden Ertingen und Granges-Aumontzey haben das 30-jährige Bestehen ihrer Parternschaft in Frankreich gefeiert.
Die Gemeinden Ertingen und Granges-Aumontzey haben das 30-jährige Bestehen ihrer Parternschaft in Frankreich gefeiert. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Gemeinden Ertingen und Granges-Aumontzey haben das 30-jährige Bestehen ihrer Parternschaft in Frankreich gefeiert. Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde 1990 entfaltete sich eine enge Verbindung zwischen beiden Kommunen. Bürgermeister Jürgen Köhler und Isabel Hepp, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, reisten mit Gemeinderats- und Vereinsmitgliedern sowie zahlreichen Freunden der deutsch-französischen Partnerschaft ins Elsass begingen das Jubiläum in Granges-Aumontzey.

Wiedersehen bei regionalen Spezialitäten

Pünktlich um 14 Uhr trafen die Ertinger nach der Fahrt über Schwarzwald und Vogesen am „Centre Socio-Cuturel“ ein. Ihre Gastgeber, die ein Gastgeschenk mit oberschwäbischen Spezialitäten erhielten, bereiteten einen herzlichen Empfang. Viele hatten sich erst im Sommer 2019 beim Krähbrunnenfest getroffen und sich auf ein Wiedersehen gefreut. Zum Auftakt spielten die Mitglieder der Jugendmusikschule Granges für die Gäste. Nach einem Rundgang durch die neu gestalteten Räume wurde zum Aperitif eingeladen.

Abends trafen sich die Feiernden in der „Salle des Fêtes“. Die Gastgeber hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen: Mehrere regionale Kleinbrauereien boten ihre Getränke an und waren daran interessiert, die Meinung der deutschen „Bierkenner“ zu erfahren. Diese probierten und testeten kenntnisreich, dazu wurden als kulinarische Grundlage Flammkuchen gereicht. Daran schloss sich das Abendessen mit musikalischer Unterhaltung an. Zuerst mit keltischen Klängen, dann mit französischen Chansons. Da konnten viele Gäste nicht mehr still sitzen – die Tanzfläche füllte sich.

Dank und Preis für den engen Zusammenhalt

Der Sonntagmorgen wurde mit einem Gottesdienst eingeläutet, Chor und Musikverein aus Granges gestalteten eine feierliche Messe, die vielen in Erinnerung bleiben wird Die offiziellen und öffentlichen Feierlichkeiten begannen anschließend im Festsaal. Nach einem kleinen Umtrunk waren die Bürgermeister und die Vorsitzenden der beiden Partnergemeinden gefragt.

Martine Gaude und Isabel Hepp dankten den beiden Gemeindeverwaltungen, allen Organisatoren, den Mitgliedern und Förderern der Partnerschaft für die Unterstützung in all den Jahren und wiesen auf den festen Zusammenhalt und die entstandenen Freundschaften hin, mit der diese Arbeit belohnt wurde.

Die Bürgermeister Jürgen Köhler und Guy Martinache spannten in ihren Ansprachen einen weiteren Bogen. Sie hoben die Bedeutung dieser Partnerschaft für den Zusammenhalt Frankreichs und Deutschlands innerhalb Europas hervor und unterstrichen, wie wichtig das vor dem Hintergrund der tagesaktuellen Herausforderungen sei. „Liberté, Egalité, Fraternité“ – das seien grundlegenden Werte seit der französischen Revolution, die auch für die Partnerschaft beider Kommunen gilt – wobei Fraternité zwar an letzter Stelle genannt ist, aber nicht an letzter Stelle gelebt werden darf.

Geschenke ausgehändigt

Keine Feier ohne Geschenke: Bürgermeister Köhler übergab im Namen der Gemeinde Ertingen eine Edelstahlplatte mit den Wappen beider Kommunen. Bürgermeister Martinache versicherte, diese an sichtbarer Stelle im Rathaus in Granges anzubringen. Im Gegenzug erhielten die Ertinger Gäste Vasen zur Erinnerung an die 30-Jahrfeier.

Der vormalige Ertinger Bürgermeister Hans Petermann, einer der Väter der Partnerschaft, der bereits in den vergangenen Jahren mit der Reservistenkameradschaft Ertingen und Freunden aus Granges am Lingenkopf gearbeitet hatte, motivierte sogar seinen ausscheidenden Amtskollegen Guy Martinache zur Mithilfe für 2021. Es ist der Wunsch aller Verantwortlichen beider Gemeinden und den Partnerschaftsvereinen, dass diese Verbundenheit für immer erhalten bleibt.

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