Ertingen hat was auf der hohen Kante

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 Ertingen hat Reserven für die Sanierung der Schule.
Ertingen hat Reserven für die Sanierung der Schule. (Foto: Robert Schlesinger)
Wolfgang Lutz

Die Feststellung der Jahresrechnung 2017 wurde für den Gemeinderat Ertingen zu einer „angenehmen Pflichtaufgabe“. Das Zahlenwerk, das die Kämmerin Elisabeth Haupter dem Gremium vortrug, stach vor allem durch eine erhöhte Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt um 1,67 Millionen Euro heraus. Dadurch konnten auch 1,96 Millionen Euro an die Rücklagen zugeführt werden. Dieser Haushalt war vorausschauend darauf ausgerichtet, Kapital anzusparen, um vor allem im Hinblick auf die Umbaumaßnahme der Michel-Buck-Schule Reserven zu haben.

Der Verwaltungshaushalt 2017 schließt mit einem Volumen von 15,4 Millionen Euro, was gegenüber dem Plan (14,32 Millionen Euro) ein Plus von rund einer Million Euro oder 7,52 Prozent ausmacht. Beim Vermögenshaushalt wurde das Rechnungsergebnis mit 5,09 Millionen Euro gegenüber der Planung um 2,85 Millionen Euro (127,62 Prozent) übertroffen. Somit weist der Gesamthaushalt ein Volumen von 20,5 Millionen Euro aus (Plan 18,62 Millionen Euro), also ein Plus von 1,87 Millionen Euro oder 10,09 Prozent. Die Erhöhung des Verwaltungshaushalts mit rund 1,08 Millionen Euro resultiert hauptsächlich aus den Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer mit 462 380 Euro, dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 198 368 Euro und Schlüsselzuweisungen in Höhe von 93 320 Euro. Die Mehrausgaben beim Verwaltungshaushalt sind auf die Zuführung zum Vermögenshaushalt mit 1,67 Millionen Euro und auf die Gewerbesteuerumlage mit 103 987 Euro zurück zu führen. Die wesentlichen Einsparungen resultieren aus geringeren Personalausgaben von 345 830 Euro und weniger Aufwendungen für die Gebäudeunterhaltung.

Beim Vermögenshaushalt waren Einnahmen in Höhe von 2,24 Millionen Euro eingeplant, wobei das Ergebnis mit 5,09 Millionen Euro eine Abweichung von 2,85 Millionen Euro aufweist. Der Vermögenshaushalt kann auf wesentliche Mehreinnahmen zählen, die vor allem durch die Zuführung vom Verwaltungshaushalt in Höhe von 1,67 Millionen Euro zustande kamen, sowie Grundstücksverkäufe mit 493 505 Euro sowie auch durch Erschließungs- und Kanalbeiträge und Hausanschlusskosten. Die Minderausgaben beruhen hauptsächlich auf Verschiebungen bei den Baumaßnahmen in kommende Haushaltsjahre. Statt der geplanten Rücklagenentnahme von 2,05 Millionen Euro konnten der Rücklage 1,96 Millionen Euro zugeführt werden.

Zum 31. Dezember 2017 weisen die Allgemeinen Rücklagen somit einen Stand von 8,64 Millionen Euro aus. Der Schuldenstand betrug am 1. Januar 2017 noch 944 094 Euro und wurde durch Tilgungen gesenkt, so dass am Jahresende 2017 noch Schulden in Höhe von 829 987 Euro zu Buche schlugen. Damit betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 154 Euro.

Auch beim Jahresabschluss für den Eigenbetrieb Energieversorgung konnte Kämmerin Elisabeth Haupter der Gemeinderat ein positives Ergebnis für das Wirtschaftsjahr 2017 vorlegen. Bei einer Bilanzsumme von 2,1 Millionen Euro wurde ein Jahresgewinn von 39 434 Euro erwirtschaftet. Der Jahresabschluss 2017 des Eigenbetriebes Wasserversorgung weist eine Bilanzsumme in Höhe von 3,27 Millionen Euro aus. Der Jahresgewinn beträgt 119 764 Euro. Auch im nächsten Jahr, so Elisabeth Haupter, wird das Ergebnis wiederum positiv ausfallen. Über eine eventuelle Anpassung der Gebühren müsse man sich im Gemeinderatsgremium unterhalten.

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