Eine eheähnliche Verbindung

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In Granges feierten die französischen Gastgeber mit ihren Gästen aus Ertingen das 30-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft.
In Granges feierten die französischen Gastgeber mit ihren Gästen aus Ertingen das 30-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde ist die Gemeinde Ertingen eine eheähnliche Verbindung eingegangen – und weil das 30-jährige Bestehen dieser Ehe anstand, machten sich Bürgermeister Jürgen Köhler und Dr. Isabel Hepp, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, mit Gemeinderats- und Vereinsmitgliedern sowie zahlreichen Freunden der deutsch-französischen Partnerschaft auf den Weg in die Partnergemeinde Granges.

Nach der Fahrt über Schwarzwald und Vogesen trafen die Ertinger am Centre Socio-Cuturel ein. Ihre Gastgeber, die ein Gastgeschenk mit oberschwäbischen Spezialitäten erhielten, bereiteten einen herzlichen Empfang. Viele hatten sich erst im Sommer beim Krähbrunnenfest getroffen und sich auf ein Wiedersehen gefreut. Zum Auftakt spielten die Mitglieder der Jugendmusikschule Granges für die Gäste und nach einem Rundgang durch die neu gestalteten Räume wurde zum Aperitif eingeladen.

Abends traf man sich in der Salle des Fêtes. Die Gastgeber hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen: Mehrere regionale Kleinbrauereien waren daran interessiert, die Meinung der deutschen „Bierkenner“ zu erfahren. Daran schloss sich das Abendessen mit musikalischer Unterhaltung an, erst mit keltischen Klängen, dann mit französischen Chansons. Und jetzt konnten viele nicht mehr still sitzen, die Tanzfläche füllte sich.

Der Sonntagmorgen wurde mit einem Gottesdienst eingeläutet, Chor und Musikverein aus Granges gestalteten eine feierliche Messe, die vielen in Erinnerung bleiben wird.

Im Festsaal traf man sich im Anschluss zu den öffentlichen Feierlichkeiten. Martine Gaude und Dr. Isabel Hepp dankten den beiden Gemeindeverwaltungen, allen Organisatoren, den Mitgliedern und Förderern der Partnerschaft für die Unterstützung in all diesen Jahren und wiesen auf den festen Zusammenhalt und die entstandenen Freundschaften hin, mit der diese Arbeit belohnt wurde.

Die Bürgermeister Jürgen Köhler und Guy Martinache spannten einen weiteren Bogen, in dem sie die Bedeutung dieser Partnerschaften für den Zusammenhalt der beiden Länder innerhalb Europas unterstrichen und dies vor dem Hintergrund der tagesaktuellen Herausforderungen.

Keine Feier ohne Geschenke – Bürgermeister Köhler übergab im Namen der Gemeinde Ertingen eine Edelstahlplatte mit den Wappen beider Kommunen und Bürgermeister Martinache versicherte, diese an sichtbarer Stelle im Rathaus in Granges anzubringen. Im Gegenzug erhielten die Ertinger Gäste Vasen zur Erinnerung an die 30-Jahrfeier.

Der frühere Bürgermeister Hans Petermann, einer der Väter der Partnerschaft, welcher bereits in den vergangenen Jahren mit der Reservistenkameradschaft Ertingen und Freunden aus Granges am Lingenkopf gearbeitet hatte, konnte sogar seinen ausscheidenden Amtskollegen Guy Martinache zur Mithilfe für 2021 motivieren.

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