Dave Reck hat ein „künstlerisches Händle“

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 Stolz zeigt Dave Reck seine tolle Stuckarbeit in Vollgips, die er in der Fachschule in Leonberg gefertigt hat. Dahinter sein V
Stolz zeigt Dave Reck seine tolle Stuckarbeit in Vollgips, die er in der Fachschule in Leonberg gefertigt hat. Dahinter sein Vater und Lehrmeister Christian Reck. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Große Freude herrscht beim Stuckateurbetrieb Christian Reck in Ertingen: Sohn Dave hat erfolgreich die Gesellenprüfung im Stuckateurhandwerk abgelegt und wurde mit seiner guten Leistung sogar Kammersieger im Bezirk Ulm. Dies wiederum befähigt ihn nun, sich am 10. Oktober mit den anderen acht Kammersiegern des Landes im den Wettstreit zu messen, um sich eventuell für das Nationalteam zu qualifizieren.

Seine Lehrzeit absolvierte Dave Reck im Familienbetrieb seines Vaters Christian, der anscheinend ein guter Lehrmeister für den Sohnemann war, denn mit einer praktischen Note von 1,6 war dies schließlich der Kammersieg. Beim Landeswettbewerb, der am Mittwoch, 10. Oktober, in Leonberg stattfindet, wo sich auch die Fachschule für das Stuckateurhandwerk befindet, hofft der frisch gebackene Geselle, sich beim Vergleich der Landessieger gut in Szene setzen zu können. Was auf die Kammersieger aus Baden-Württemberg bei diesem Wettbewerb als Aufgaben zukommt, wissen sie noch nicht. „Ist mir egal, ich werde mein Bestes geben“, so Dave Reck.

Wie es mit dem Junior dann mal im elterlichen Betrieb weiter geht, ist völlig offen. „Natürlich wäre es schön, wenn mein Sohn mal in meine Fußstapfen treten würde, aber das überlasse ich ihm, ich setzte ihn nicht unter Druck“, strahlt Christian Reck. Sein Sohn habe ein „künstlerisches Händle“, vielleicht sei das mal eine Richtung im Stuckateurhandwerk, das er gern einschlagen würde. Was damit gemeint ist, zeigt Dave Reck dann gleich und stellt eine von ihm entworfene und gefertigte Stucksäule aus Vollgips auf den Tisch. Hierfür hatte er schon im Vorfeld an der Fachschule in Leonberg „abgesahnt“.

Ob Deckenleisten, Verzierungen, Säulen oder Rahmungen in Vollgips, das ist sei Element. „Das macht mir Spaß und das würde ich gern mal in Kirchen, alten, historischen Gebäuden oder dergleichen zeigen“, so Dave. Er kann sich gut vorstellen, hier seinen Schwerpunkt im Stuckateurhandwerk zu setzen, obwohl der Beruf vielseitiger sei, als man sich es vorstellen könne. „Das sind nicht nur Gerüst- und Verputzarbeiten“, schwärmt Dave.

Nun aber bereitet er sich in der elterlichen Werkstatt erst mal auf den Landeswettbewerb vor, wozu ihm natürlich sein Vater Christian und seine Mutter Iris, die ebenfalls im Unternehmen tätig ist, die Daumen drücken.

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