Das größte Sanierungsprojekt Ertingens

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 Unser Bild zeigt vor der Bautafel von links: Bauunternehmer Karl Barth aus Riedlingen, Ortsbaumeister Manfred Fiederer, die pla
Unser Bild zeigt vor der Bautafel von links: Bauunternehmer Karl Barth aus Riedlingen, Ortsbaumeister Manfred Fiederer, die planenden Architekten Jens und Sabine Kunze, Schulleiter Markus Geiselhart und Bürgermeister Jürgen Köhler. (Foto: Wolfgang Lutz)
Wolfgang Lutz

Die Bautafel beim Michel-Buck-Schulcampus in Ertingen ist erstellt und die ersten Handwerker sind aufgezogen, so dass nun offiziell der Startschuss zu den Sanierungs- und Neubaumaßnahmen fiel. Für die Verwaltung, Architekturbüro und Schulleitung Grund genug, zum Beginn der Baumaßnahmen vor Ort zu sein und sich schon ein Bild davon zu machen, was schon von den Baufirmen als erstes angepackt wurde.

„Ertingen baut ein Schulhaus für die nächsten Generationen“, bewertete Schulleiter Markus Geiselhart diese umfangreiche Sanierungs- und Baumaßnahme an seiner Schule. Die Gemeinde als Schulträger kümmere sich ums Geld und Architektur, das Schulamt und das Land sei zuständig für die Schulhausförderung, die regionale Schulentwicklung und die Bildungspläne. Die Pädagogik liege wiederum in den Händen des Lehrerkollegiums, das sich um die Kinder mit ihren Bedürfnissen und ihrem Recht auf Förderung kümmert.

Dieses „Achsenkreuz“ in Balance zu halten, sei bisher gut gelungen, so der Schulleiter. Daher könne er nur Dank von seiner Seite aussprechen an die Verwaltung, Gemeinderat und auch an Ortsbaumeister Manfred Fiederer, den „Mann vor Ort“. Auch das planende Architekturbüro Sabine und Jens Kunze lege viel Herzblut in das Vorhaben. Dazu kämen noch viele „fleißige Lieschen“, die sich um die Entrümpelung und den Umzug gekümmert haben. Allein das Lehrerkollegium habe rund 300 Stunden an freiwilligen Eigenleistungen aufgebracht. „Ich bin optimistisch und freue mich auf das neue Schulhaus“, so Markus Geiselhart, denn dann sei eine gute Pädagogik auf kürzesten Wegen möglich. Momentan, so Ortsbaumeister Manfred Fiederer, liege man bei der Kostenfortschreibung unter Plan, „doch da wird erfahrungsgemäß sicher noch was drauf kommen“. Für die Innen- und Außensanierung sind 8,52 Millionen Euro veranschlagt, dazu kommen Kosten in Höhe von 997 199 Euro für Schul- und Verwaltungscontainer sowie die Umnutzung der Nebenräume in der Sporthalle. Für die Gesamtbausumme in Höhe von 9,52 Millionen Euro kann die Gemeinde Ertingen auf Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro rechnen, so dass der Eigenanteil noch 6,3 Millionen Euro beträgt. 60 Prozent der Gewerke sind nach Manfred Fiederer ausgeschrieben und vergeben, so dass man jetzt schon eine gewisse Planungssicherheit habe. Er lobte vor allem die Bauhof- und Waldarbeiter sowie die Hausmeister, die beim Umzug kräftig mit angepackt haben und dabei gute Arbeit leisteten.

Für Bürgermeister Jürgen Köhler stellt diese Baumaßnahme die größte Sanierung in der Gemeinde Ertingen dar. Dies sei eine riesige Aufgabe, die die Beteiligten zu bewältigen haben. Vor allem Ortsbaumeister Manfred Fiederer komme hier eine wichtige Aufgabe zu. „Wenn es so weiter läuft, sind wir zufrieden“, so der Bürgermeister. Angefangen wurde bei dieser Sanierung bereits mit den Rohbauarbeiten. Hier, so Architektin Sabine Kunze, wird eine Sockeldämmung für die Fundamente für den Neubau im Erdgeschoss eingebracht. Danach folgen Abbrucharbeiten im Innenbereich. „Es sind gute Firmen am Start, das ist viel Wert, vor allem, wenn man die meisten davon schon kennt“, freute sich die Architektin. Dass weiterhin alles geordnet verläuft, findet wöchentlich ein Jour fix beim Schulcampus statt, wo eventuell auftretende Probleme gleich an Ort und Stelle besprochen werden können.

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